Nahrungsergänzungsmittel - Betrug mit angeblichen Arztpraxen, Kliniken und Apotheken
Fake-Werbung gibt es immer häufiger auch mit scheinbaren Ärzte-, Klinik- und Apotheken-Webauftritten. Die Verbraucherzentrale informiert über ihr bekannt gewordene Fakes.

- Hinter immer mehr scheinbaren Ärzte-, Apotheken- oder Klinikadressen stecken in Wirklichkeit (unseriöse) Nahrungsergänzungsmittelanbieter.
- Achten Sie unbedingt auf ein vollständiges Impressum.
- Ärzte und Kliniken verkaufen keine Nahrungsergänzungsmittel.
- Seriöse Versandapotheken können anhand des Registers geprüft werden.
Fake-Werbung gibt es nicht nur mit Prominenten und bekannten Ärzten, sondern immer häufiger auch mit scheinbaren Ärzte-, Klinik- und Apotheken-Webauftritten. Teilweise handelt es sich um "gekaperte" Seiten nach Praxis- oder Klinikschließungen. Die Internetseiten sehen teilweise noch genauso aus wie früher, sprich enthalten auch noch die (alten) Informationen zu Öffnungszeiten, Wegbeschreibungen, teilweise sogar Stellenzeigen. Teilweise zeigen Sie auch (alte) Fotos der Außenfassade oder der früheren Innenräume. Ähnlich ist es übrigens auch der Verbraucherzentralen-Seite kürzlich ergangen.
In Wirklichkeit stecken hinter diesen wie Arzt- oder Klinikseiten anmutenden Auftritten (unseriöse) Nahrungsergänzungsmittelanbieter, die vermutlich ihren Firmensitz (offiziell) teilweise in den USA haben oder gar kein Impressum anbieten. Die dort verkauften Produkte – so zeigen Stichproben – sind in Deutschland oft nicht ordnungsgemäß angezeigt worden und dürften hier gar nicht verkauft werden. Fast alle dieser Webseiten bieten eine sehr große Palette nahezu gleicher Produkte an. Neben Nahrungsergänzungsmitteln sind das noch diverse andere Gesundheitsprodukte.
Die untenstehende Liste zeigt die uns bekannt gewordenen Webadressen.
Was können Sie tun?
- Prüfen Sie immer das Impressum. Das Impressum sollte den Namen des Webseitenbetreibers, eine Anschrift, also Straße, Ort und Land, sowie eine E-Mail-Adresse oder eine Telefonnummer beinhalten.
- Für Ärzte gibt es deutlich erweiterte Impressumspflichten. Welche das genau sind, finden Sie auf dieser Seite der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.
- Arztpraxen und Kliniken dürfen im Rahmen ihrer ärztlichen Tätigkeit keine Produkte verkaufen, es gibt nur sehr wenige Ausnahmen.
- In Deutschland bekommen nur zugelassene Präsenzapotheken eine Erlaubnis zum Versandhandel. Seriöse Internetapotheken erkennt man an dem in Europa einheitlichen Sicherheitslogo. Auf den Seiten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte finden Sie ein Register aller deutschen Versandapotheken.
- Nutzen Sie den Fakeshopfinder der Verbraucherzentralen.
Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel "Nahrungsergänzungsmittel und ihre Vertriebswege".
Die nachfolgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie dürfen uns gerne weitere Fälle per E-Mail an faktencheck-gesundheitswerbung@verbraucherzentrale.nrw melden.
Fake-Arztpraxen:
https://www.praxis-dr-grande.de
https://www.hausarzt-ohrdruf.de
https://www.praxis-dr-grosse.de
https://www.dr-brigitte-bock.de
https://kfo-rebber.de
https://aerztenetz-ahrensburg.de
https://inselaerztin-amrum.de
https://www.hno-graefelfing.de
https://www.dr-roland-mai.de
https://www.dr-naus.de
https://www.braunschweig-verhulst.de
https://www.praxis-polster.de
https://praxis-w-bohnen.de
https://www.allgemeinmediziner-kurtoglu-berlin.de
https://www.ortho-praxis-suedheide.de
https://www.dr-germann.de
https://www.praxis-gruensteidel.de
https://www.nervenarztpraxis-jena.de
https://www.drfertig.de
Fake-Kliniken:
https://www.katholisches-klinikum.de
https://www.lk-b.de
https://www.klinikum-pfeiffer.de
Fake-Apotheken:
https://www.easyapotheke-nedderfeld-center.de
https://www.apotheke-friesenheim.de
https://apotheke-berlin-marzahn.de
https://www.st-leonhard-apotheke-ulm.de








