Dubiose Lotto-Briefe von DerKundenClub: Das sollten Sie dann tun
Stand:
27. Februar 2026
Ein Brief aus Bulgarien, eine angebliche Lotto-Spielgemeinschaft und 79 Euro im Monat: Verbraucherzentralen warnen vor Schreiben von "DerKundenClub", die derzeit im Umlauf sind. Wenn Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben, müssen Sie nicht zahlen. Widersprechen sollten Sie vorsorglich trotzdem.
Verbraucher:innen erhalten derzeit Briefe des Unternehmens DerKundenClub mit Sitz im bulgarischen Petrich. In diesen Schreiben werden die Empfänger:innen als neue Mitglieder einer Lotto-Spielgemeinschaft begrüßt – obwohl sie nach eigenen Angaben niemals einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen haben.
Der Anbieter behauptet, die Betroffenen aus einer früheren Glücksspielgemeinschaft "übernommen" zu haben. Gleichzeitig kündigt er an, monatlich 79 Euro per SEPA-Lastschrift für die Teilnahme am Eurojackpot einzuziehen. Teilweise sind im Schreiben bereits persönliche Bankdaten angegeben, verbunden mit der Aufforderung, diese zu überprüfen.
Die Briefe wirken offiziell und professionell gestaltet. Genau das sorgt bei vielen Angeschriebenen für Verunsicherung und den Eindruck, tatsächlich zu einer Zahlung verpflichtet zu sein.
Berichte von Verbraucher:innen
Bei mehreren Verbraucherzentralen sind inzwischen zahlreiche Beschwerden zu diesen Schreiben eingegangen. Die Betroffenen teilen übereinstimmend mit, dass sie keine Vertragsbeziehung zu "DerKundenClub" haben und keiner Teilnahme an einer Lotto-Spielgemeinschaft zugestimmt haben.
Nach Einschätzung der Verbraucherzentralen ist eine solche Vorgehensweise unzulässig. Ein Vertrag kommt nur zustande, wenn beide Seiten zustimmen. Eine einseitige Übernahme aus einer anderen Spielgemeinschaft ohne Einwilligung der Verbraucher:innen ist demnach rechtlich nicht wirksam. Wer keinen Vertrag abgeschlossen hat, muss daher auch kein Geld zahlen.
So gehen die Kriminellen vor
In den Schreiben wird eine regelmäßige Abbuchung von 79 Euro angekündigt, teils mit dem Hinweis auf eine Mindestlaufzeit von mehreren Monaten. Die Abbuchung soll per SEPA-Lastschrift erfolgen, teilweise "im Voraus".
Durch die Kombination aus:
angeblicher bestehender Mitgliedschaft,
bereits eingedruckten Bankdaten
und der Ankündigung einer automatischen Abbuchung
entsteht bei vielen Empfänger:innen der Eindruck, schnell reagieren oder zahlen zu müssen.
Was können Sie tun?
Bestreiten Sie die Geldforderung, wenn Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben.
Rein vorsorglich sollten sie per Mail der Forderung widersprechen. Adressieren sie den Widerspruch an info@derkundenclub.com oder an info@derkundenclub24.com, je nachdem, wer der Versender des Forderungsschreibens ist. Nutzen Sie dafür gerne die Mustervorlage der Verbraucherzentralen.
Überweisen Sie kein Geld: Leisten Sie keine Zahlungen, wenn Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben.
Erteilen Sie kein SEPA-Lastschriftmandat - auch nicht nachträglich.
Prüfen Sie regelmäßig Ihr Konto. Wird dennoch Geld abgebucht, können Sie die Lastschrift innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen zurückbuchen lassen. Bei nicht autorisierten Abbuchungen gilt eine Frist von bis zu 13 Monaten.
Geben Sie keine weiteren persönlichen Daten preis und reagieren Sie - auch aus Beweisgründen - nicht telefonisch auf das Schreiben.
Mit dem AI Act, der Verordnung über Künstliche Intelligenz, gibt die Europäische Union (EU) einen rechtlichen Rahmen für die Entwicklung, den Einsatz und die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (kurz KI) vor. Wir fassen die wichtigsten Regelungen für Sie zusammen.
Riester-Reform, Altersvorsorgedepot, neue Chancen? Erfahren Sie in unserer kostenfreien Online-Reihe „Lunch and Learn“, was die geplanten Änderungen für bestehende Riester-Verträge bedeuten, wann ein Wechsel sinnvoll sein kann und worauf Sie bei neuen Angeboten achten sollten.
Jetzt ruft Lidl eine Tiefkühlbeeren-Mischung wegen Noroviren zurück. Kürzlich hat die REWE Group Tiefkühlbeeren wegen Hepatitis-A-Viren zurückgerufen, im Mai Globus. Vom Verzehr wird dringend abgeraten. Die Verbraucherzentrale rät, Tiefkühlbeeren vor der Verwendung in kalten Speisen durchzukochen.
Auf WhatsApp funktionierte jahrelang alles nur über die Handynummer. Bald ist es möglich, die Messenger-App auch mit einem Benutzernamen zu verwenden. Den kann man seit Juli 2026 reservieren. Die Verbraucherzentralen erklären das neue Angebot und zeigt Vor- und Nachteile.
Wer bei Doctolib gezielt nach Kassenarztterminen sucht, bekommt trotz aktiviertem Filter weiterhin private und kostenpflichtige Angebote angezeigt. Ein Marktcheck des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt: Mehr als jeder dritte Termin wies auf eine Selbstzahlung hin.
Seit August 2022 besteht die Pflicht, Sie bei der Anlageberatung nach Ihren Nachhaltigkeitspräferenzen zu fragen. Also ob und, falls ja, wie das Geld nachhaltig investiert werden soll. Die Verbraucherzentralen erklären die verschiedenen Kategorien.
Wenn die Temperaturen steigen, steigt auch die Nachfrage nach Kühlung – und damit die Zahl unseriöser Angebote. Die Verbraucherzentralen warnen vor sogenannten Mini-Klimaanlagen, die kaum mehr leisten als ein billiger Ventilator. Was Sie wissen müssen.
Mit offiziell wirkenden Nachrichten locken Kriminelle auf betrügerische Internetseiten. Sie geben sich als Behörden oder staatliche Stellen aus. In diesem Artikel zeigen die Verbraucherzentralen Beispiele solcher Betrugsmaschen. Aktueller Fall: Angebliche "Klimasonderzahlung" der Bundesregierung.