Achtung Kredit-Falle: Betrug mit gefälschten POSTIDENT-Anfragen
Stand:
09. April 2026
Kriminelle nutzen das POSTIDENT-Verfahren, um unbemerkt Kredite auf Namen von Verbraucher:innen abzuschließen. Erfahren Sie, wie Sie manipulierte Coupons erkennen, gefälschte Freischaltcodes entlarven und sich vor der Identitätsfalle schützen.
Aktuell häufen sich Fälle, in denen das vertrauenswürdige POSTIDENT-Verfahren missbraucht wird. Betrügende Personen bringen Verbraucher:innen durch Manipulation dazu, unbewusst Kreditverträge zu legitimieren. Die Täter:innen tarnen diese Identifizierung als harmlose Kontoprüfung, Sicherheits-Update oder notwendigen „Freischaltcode“ für Verkäufe. Typische Betrugs-Szenarien aus der Praxis:
Gefälschte Bank-Schreiben: Sie erhalten einen Brief, der aussieht, als käme er von Ihrer Hausbank. Darin werden Sie aufgefordert, Ihre Daten per POSTIDENT zu bestätigen. Tatsächlich legitimieren Sie mit dem beigefügten Coupon jedoch einen hohen Kredit bei einer anderen Bank.
Angebliche Verkaufs-Gewährleistung: Wer privat Dinge verkauft (z. B. Sammlungen oder Möbel), wird von angeblichen Käufer:innen gedrängt, sich per POSTIDENT zu identifizieren – angeblich für eine „Sicherheitsgarantie“. In Wahrheit wird die Identität genutzt, um einen Kreditantrag im Namen der verkaufenden Person abzuschließen.
Das Tückische: Die Betroffenen glauben, im eigenen Interesse zu handeln, während im Hintergrund Summen von 20.000 Euro oder mehr auf ihren Namen aufgenommen werden.
Was können Sie tun?
Ein POSTIDENT-Vorgang ist wie eine Unterschrift rechtlich bindend. Schützen Sie sich mit diesen Schritten vor Missbrauch:
Prüfen Sie den Auftraggeber! Bei jedem POSTIDENT-Vorgang wird der Name des Unternehmens genannt – sowohl auf dem Papier-Coupon als auch digital auf dem Sign-Pad in der Postfiliale oder in der App. Erscheint dort ein unbekannter Name oder eine fremde Bank? Brechen Sie den Vorgang sofort ab!
Werden Sie selbst aktiv! Starten Sie ein Ident-Verfahren nur dann, wenn Sie selbst den Vorgang ausgelöst haben (z. B. weil Sie gerade ein neues Konto eröffnen wollen). Seien Sie sehr misstrauisch, wenn Ihnen jemand unaufgefordert Links, Coupons oder Vorgangsnummern zuschickt und prüfen Sie sorgfältig den Zweck und den Absender. Unaufgefordert übersandte Ident‑Aufforderungen können auch ein Hinweis auf Betrugsversuche sein.
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Betrüger:innen arbeiten oft mit künstlicher Zeitnot („Ihr Konto wird sonst gesperrt“). Seriöse Banken fordern keine Identitätsprüfungen über Makler, Jobportale oder private Käufer:innen an.
Daten nur an vertrauenswürdige Empfänger weitergeben: Geben Sie niemals TANs oder Freischaltcodes an Dritte weiter. Nutzen Sie nur Apps und Webseiten, die Sie selbst über die offizielle Adresse der Bank aufgerufen haben.
Im Verdachtsfall sofort handeln! Wenn Sie vermuten, in eine Falle getappt zu sein:
Identifizierung sofort stoppen.
Ihre eigene Bank über die offizielle Telefonnummer kontaktieren.
Dieser Inhalt wurde von der Gemeinschaftsredaktion in Zusammenarbeit mit unserem Bundesverband (vzbv) sowie der Verbraucherzentrale Bayern für das Netzwerk der Verbraucherzentralen in Deutschland erstellt.
Sie haben eine Rechnung von Astrolonova, Fitnovaness, Novavitalia, Novasparkling oder Bongochat erhalten, obwohl Sie sich dort nie angemeldet haben? Hinter all diesen Namen steckt dieselbe Firma: die Margot Brands Limited aus Hongkong. Die Verbraucherzentralen erklären, was Sie jetzt tun sollten.
Gesundheitliche Gefahr besteht bei übermäßigem und zu schnellem Konsum der Shots. Bei Koffein-Pulver kann eine Überdosis aufgrund der schwer abzumessenden, geringen Mengen gefährlich werden. Die Verbraucherzentralen erklären Ihnen, worauf Sie achten sollten.
E-Rezept-Ausfall: Was Sie tun können, wenn die Apotheke Ihr Rezept nicht abrufen kann? Die Verbraucherzentralen zeigen, woran das liegt und was Sie tun können, wenn Sie Ihr Medikament gerade nicht bekommen.
Der Streaming-Anbieter DAZN erhöhte seine Preise 2021 und 2022 in laufenden Verträgen ohne Zustimmung der Kund:innen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hält die zugrundeliegenden AGB-Klauseln für unangemessen benachteiligend und die Preiserhöhungen für rechtswidrig. Noch bis 25. September 2026 können Sie bei der Klage mitmachen.
Die Santander Consumer Bank bietet beim Kreditabschluss gern die teure Existenzschutz-Versicherung „Santander Protect“ an. Die Verbraucherzentralen warnen: Ein Abschluss ist nicht verpflichtend, lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Der Gesetzentwurf zur Einführung einer Frühstartrente wird aktuell im Bundestag beraten. Die Verbraucherzentralen informieren, wer ab 2027 die geplante Frühstartrente erhält, wie hoch die staatliche Förderung ausfällt und was Sie als Eltern jetzt beachten sollten.
Wohnung gesucht und plötzlich sollen Sie 79 Euro zahlen? Verbraucherinnen und Verbraucher berichten von Forderungen der Plattform MietSofort. Warum der Vertragsschluss zweifelhaft ist und wie Betroffene jetzt reagieren sollten, lesen Sie bei der Verbraucherzentrale.
Die Online-Partnervermittlung LemonSwan verlangt 139,95 Euro für ein sogenanntes Starterpaket, obwohl Interessierte den Vertrag widerrufen haben. Der Verbraucherzentrale Bundesverband prüft eine Sammelklage. Teilen Sie Ihren Ärger mit LemonSwan mit uns!
Bunte Verpackungen, Comicfiguren, Versprechen wie „für Kinder" oder „ohne Zuckerzusatz": Der Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigt, welche Kindersnacks Drogeriemärkte besonders häufig anbieten – und warum viele davon wenig halten, was sie versprechen.