Lebensmittel im Sommer lagern und kaufen: Tipps für zu Hause und unterwegs

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Der Sommer steht vor der Tür und schönes Wetter lädt zum Grillen und zum Picknick ein. Heimisches Obst und Gemüse gibt es in großer Auswahl. Bei steigenden Temperaturen kann es aber herausfordernd sein, die Kühlkette einzuhalten. Die Verbraucherzentralen erklären Ihnen, worauf Sie achten sollten.
Ein Mann schaut in seinen Kühlschrank

Das Wichtigste in Kürze:

  • Für viele Lebensmittel gilt: Halten Sie die Kühlkette vom Einkauf bis in die Küche ein. Besonders wichtig ist das bei Fleisch und Fisch sowie leicht verderblichen Speisen mit Mayonnaise und rohem Ei.
  • Bestimmte Obstsorten verderben schneller, wenn sie vor dem Lagern gewaschen werden. Empfindlich sind zum Beispiel Kirschen.
  • Ein aufmerksamer Umgang mit schimmeligen Lebensmitteln verhindert eine weitere Ausbreitung der Sporen.
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Was muss ich beim Einkauf und Transport beachten? 

Wenn es wärmer wird, ist der Transport von Lebensmitteln vom Einkaufsort nach Hause besonders wichtig. Bereits auf dem Heimweg kann die Kühlkette unterbrochen werden. Dadurch können sich Keime, die Lebensmittel verderben lassen, besonders gut vermehren. 

Bei Eis und anderen tiefgefrorenen Produkten ist eine Unterbrechung der Kühlkette meist sofort zu erkennen. Bei Käse, Wurst oder Milchprodukten hingegen fällt sie oft nicht auf. Daher ist eine Kühltasche, am besten mit Kühlakkus, beim Einkauf bei sommerlichen Temperaturen zu empfehlen. 

In einem Auto, das in der Sonne steht, steigen die Temperaturen leicht auf bis zu 40 Grad Celsius. Auch beim Transport mit dem Lastenrad reicht der Fahrtwind nicht immer für die Kühlung aus. Besonders empfindlich sind Produkte mit Verbrauchsdatum, tiefgekühlte Waren sowie einige Obst- und Gemüsesorten. Sie sollten möglichst schnell nach Hause gebracht werden.

Obst und Beeren - wie lagere ich richtig?

Sommerzeit ist Beerenzeit: Es gibt sie im Laden, auf dem Markt oder auch aus eigener Ernte direkt vom Strauch. Reif geerntete Beeren enthalten viele Vitamine und sind am besten, wenn sie frisch verzehrt werden. Falls man sie lagern möchte, gilt es Folgendes zu beachten: Von Schimmel befallene Beeren sollten Sie immer wegwerfen.

Um die Schimmelsporen auf festen Beeren wie Erdbeeren oder Heidelbeeren zu entfernen, können Sie sie in ein kaltes Wasserbad mit etwas Essig geben und danach gut abtrocknen. Anschließend sollten Sie sie gründlich trocknen. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben sie länger frisch. Am besten legen Sie sie auf ein Küchentuch, das überschüssige Flüssigkeit aufnimmt. Beeren mit weichen Stellen möglichst schnell essen.

Auch Kirschen, Pfirsiche, Aprikosen und Mirabellen gibt es im Sommer aus der Region. Kirschen sollten Sie nicht erst kurz vor der Lagerung waschen. Werden sie vor der Lagerung gewaschen, werden sie schneller weich und verderben leichter. Hier gilt: gut belüftet und im Kühlschrank lagern. Geschlossene Behälter sind dafür weniger geeignet. Die faulen Früchte sollten Sie regelmäßig aussortieren, damit sich der Verderb nicht auf andere Früchte ausbreitet.

Wie kommt Gemüse möglichst frisch auf den Tisch?

Auch die Auswahl von regionalem und saisonalem Gemüse ist im Sommer besonders vielfältig. Von ersten Kohlrabis bis hin zu verschiedenen Salatsorten ist dann vieles aus dem Freilandanbau erntereif. Durch die kurze Zeit zwischen Ernte und Verzehr sowie die kurzen Transportwege sind sie häufig besonders vitaminreich.

Salate mögen es kühl und dunkel. Das Gemüsefach im Kühlschrank ist daher der beste Ort. Blattsalate verzehren Sie am besten so schnell wie möglich. Bis dahin bleiben sie in ein leicht feuchtes Tuch gewickelt länger knackig. 

Besonders vorsichtig sollten Sie bei fertig geschnittenen Salaten in Tüten sein. Sie müssen auf jeden Fall gut gekühlt transportiert und gelagert werden. Achten Sie auf das Verbrauchsdatum. Da sich bei vorgeschnittenen Salaten und Obst Keime leichter vermehren, sollten Sie sie vor der Zubereitung gründlich waschen.

Nicht jedes Gemüse gehört in den Kühlschrank. Tomaten und Gurken verlieren dort oft an Geschmack und Qualität. Für diese Gemüsesorten eignet sich ein dunkler, kühler Ort wie der Keller oder ein kühles Vorratsregal.

Tierische Lebensmittel - sensible Produkte

Käse, Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Buttermilch sollten Sie bei warmen Temperaturen am besten in einer Kühltasche nach Hause transportieren. So bleibt die Qualität erhalten und die Produkte verderben nicht so schnell. Bei einem ausgedehnten Wochenend-Frühstück gilt: Milch, Käse oder Butter sollten nicht zu lange ungekühlt auf dem Tisch stehen. Stellen Sie am besten nur kleine Mengen bereit und füllen Sie bei Bedarf nach. 

Besonders empfindlich gegenüber sommerlicher Hitze sind Fisch, Geflügel und rohe Fleischprodukte wie rohe Bratwürste. Diese Lebensmittel sollten Sie beim Einkauf möglichst als letztes in den Einkaufswagen legen. Für den Heimtransport eignet sich eine Kühltasche mit Kühlakkus. So können sich Verderbniskeime nicht so schnell vermehren. Zu Hause sollten sie dann sofort in den Kühlschrank unten auf der Glasplatte gelagert werden, denn hier ist es im Kühlschrank am kühlsten.

Darf ich auch an öffentlichen Plätzen ernten?

Wer wild wachsende Beeren oder anderes Obst in der Stadt ernten möchte, kann dies meistens tun. Um Schadstoffbelastungen zu vermeiden, sollten die Sträucher und Bäume nicht direkt an Bahngleisen oder Straßen stehen – und am besten ernten Sie die Früchte, die so hoch hängen, dass Hunde oder andere Tiere wie Füchse oder Katzen nicht darankommen könnten.

Die Handstraußregel aus dem Bundesnaturschutzgesetz besagt: "Jeder darf (...) wildlebende Blumen, Gräser, Farne, Moose, Flechten, Früchte, Pilze, Tee- und Heilkräuter sowie Zweige wildlebender Pflanzen aus der Natur an Stellen, die keinem Betretungsverbot unterliegen, in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pfleglich entnehmen und sich aneignen." (§ 39 BNatSchG)

Für den privaten Gebrauch dürfen Sie also Beeren, Blüten und anderes ernten.

Bei dem Transport nach Hause sollten Sie darauf Acht geben, dass die Früchte möglichst nicht zerdrückt ankommen und nicht zu lange der Wärme oder Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Waschen Sie das geerntete Obst vor dem Verzehr unbedingt gründlich.

Grillen: Zubereiten und Anrichten sensibler Lebensmittel

Beim Grillen sollten Fisch, Fleisch oder Bratwurst und Gemüse auf separaten Platten zum Grill gebracht werden. So können Sie eine Übertragung der Keime vom Fleisch auf das Gemüse verhindern. 

Besteck, Platten und Teller, die mit rohem Fleisch oder Fisch in Berührung gekommen, sollten Sie nicht weiterverwenden, sondern zunächst spülen, bevor sie erneut zum Einsatz kommen. Seien Sie vorsichtig bei Salaten mit Mayonnaise oder anderen leicht verderblichen Lebensmitteln. Sie sollten bei warmem Wetter nicht über längere Zeit auf dem Buffet stehen. Besser ist es, zunächst nur kleinere Portionen nach und nach aus dem Kühlschrank zu holen.

Picknick: Was sollte ich bedenken?

Für ein Picknick eignen sich Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen, am besten. Hülsenfrüchte, Getreide, Hartkäse, geschnittenes Gemüse, hart gekochte Eier oder Trockenobst sind ideale Begleiter für unterwegs. 

Verzichten Sie auf leicht verderbliche Speisen wie Frischkäse, Joghurt, Mayonnaise oder Fisch. Fingerfood macht Spaß und man spart sich das Besteck. 

Herzhafte und süße Snacks wie Gemüsemuffins oder-wraps, Mini-Quiches, Linsensalat, Müsliriegel oder Bananenbrot lassen sich gut vorbereiten und bleiben auch ohne Kühlbox stabil. Nachhaltige Verpackungen wie Edelstahlboxen oder Schraubgläser sind praktisch, wiederverwendbar und schonen die Umwelt.
 

Soll Brot bei schwülem Sommerwetter in den Kühlschrank?

Warme Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit begünstigen im Sommer die Schimmelbildung. Davon ist auch Brot betroffen. Schimmelsporen und Myzelfäden breiten sich im Brot unsichtbar aus. Werfen Sie daher das gesamte Brot auf den Kompost, wenn Sie Schimmel entdecken.

Damit Brot länger frisch bleibt, kann es portionsweise eingefroren werden. Die Scheiben lassen sich bei Bedarf auftauen oder direkt im Toaster aufbacken. 

Weniger geeignet sind Plastiktüten, da sich darin Feuchtigkeit sammelt und die Schimmelbildung fördert. Auch der Kühlschrank ist für Brot keine gute Wahl. Dort trocknet es schneller aus und wird früher altbacken. Durch kurzes Aufbacken im Ofen oder Toaster kann Brot jedoch wieder etwas frischer und knuspriger werden. 

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Dieser Inhalt wurde von der Gemeinschaftsredaktion in Zusammenarbeit mit den Verbraucherzentralen Bremen und Saarland für das Netzwerk der Verbraucherzentralen in Deutschland erstellt.

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