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Schadstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln

Stand:

Speziell bei Nahrungsergänzungsmitteln von ausländischen Herstellern ist eine Gefährdung durch Pestizide, illegale Zutaten, natürliche Giftstoffe oder Mikroben möglich.

Das Wichtigste in Kürze:
Achtung, kann Gesunheit schaden

  • Von ausländischen Produkten, insbesondere solchen, die per Versandhandel oder Internet bestellt wurden, geht eine größere Gefahr aus als von Produkten aus dem stationären Handel. Das gilt vor allem für Produkte aus USA/Kanada sowie aus Asien und Osteuropa.
  • Besonders riskant sind Mittel zur Gewichtsreduktion und Potenzmittel sowie Sportlerprodukte. Angeblich "natürliche" Produkte sind häufig mit gefährlichen Arznei-Substanzen verunreinigt.
  • Pflanzliche Produkte können mit natürlichen Giftstoffen, Rückständen von Pflanzenschutzmitteln oder auch Bakterien wie Salmonellen belastet sein. Im Zweifel den Hersteller nach seinen Qualitätssicherungsmaßnahmen fragen.
  • Bei unerklärlichen Beschwerden und Symptomen könnte auch ein Nahrungsergänzungsmittel die Ursache sein. Informieren Sie ihren Arzt über die Einnahme und zeigen Sie ihm alle Produkte.
Schadstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln
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Welche Schadstoffe können enthalten sein?

Nahrungsergänzungsmittel können unter Umständen Risiken und unerwünschte Reaktionen/Wirkungen (bei Arzneimitteln spricht man von Nebenwirkungen) haben, insbesondere im Zusammenspiel mit Medikamenten und bei Kranken. Daneben ist wie bei anderen Lebensmitteln auch eine Gesundheitsgefährdung durch Rückstände von Pestiziden und Rauchgasen, durch Schwermetalle, natürliche Toxine, mikrobielle Kontaminationen oder nicht zugelassene Zutaten möglich. Grundsätzlich dürf(t)en natürlich nur sichere Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden, für die Sicherheit ist der Hersteller bzw. der Importeur verantwortlich. Doch es gibt immer wieder einmal Probleme.

Was kann ich selber tun, um mich zu schützen?

  • Kaufen Sie Nahrungsergänzungsmittel bevorzugt in hiesigen Geschäften (Supermarkt, Drogeriemarkt, Reformhaus) oder in der Apotheke. Lassen Sie sich vor allem bei Pflanzenprodukten beraten und stellen Sie gezielte Fragen nach den unten genannten Schadstoffen. Im Zweifel verzichten Sie lieber auf den Kauf.
  • Besonders häufig wird vor ausländischen Produkten aus USA/Kanada sowie aus Asien und Osteuropa gewarnt. Augen auf bei der Bestellung im Internet.
  • Informieren Sie sich vor dem Kauf über neue Wunderpflanzen - aber nicht in Blogs, Foren und auf Werbeseiten - oder fragen Sie uns.
  • Bei unerklärlichen Beschwerden und Symptomen könnte auch ein Nahrungsergänzungsmittel die Ursache sein. Informieren Sie Ihren Arzt über die Einnahme und zeigen Sie ihm alle Produkte.

Wovor wird am häufigsten gewarnt?

Im Europäischen Schnellwarnsystem für Lebensmittel RASFF gibt es regelmäßig Warnungen vor potentiell gefährlichen Nahrungsergänzungsmitteln. Der größte Teil der Produkte stammt aus USA/Kanada, Asien und Osteuropa.

Am häufigsten wird gewarnt vor:

Als besonders riskante Produkte gelten Nahrungsergänzungsmittel für Sportler wegen möglicher Verunreinigungen mit Dopingsubstanzen und Produkte aus dem Internet. Letzteres betrifft neben den Sportlerprodukten vor allem Schlankheitsmittel und Potenzmittel.

Wichtig: Gerade angeblich "natürliche" Internet-Produkte sind sehr häufig bewusst oder unbewusst mit gefährlichen Arzneistoffen verunreinigt.

Was ist mit natürlichen Schadstoffen?

Viele Pflanzen enthalten zum eigenen Schutz (beispielsweise vor Insektenfraß) natürliche Schadstoffe. Enthalten Nahrungsergänzungsmittel Extrakte aus solchen Pflanzen oder kommt es bei der Ernte zu einer Verunreinigung mit solchen Pflanzen, kann es unter Umständen zu einer Anreicherung dieser problematischen Stoffe kommen. Ab einer bestimmten Dosis sind diese auch für den Menschen gesundheitsgefährdend.

Wichtige natürliche Schadstoffe in pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln sind:

Gibt es auch noch unbekannte Gifte in Nahrungsergänzungsmitteln?

Viele Nahrungsergänzungsmittel enthalten exotische Pflanzen und Pflanzenteile als Zutaten. Diesen "Botanicals" wird in der Regel eine außergewöhnliche, - meist gesundheitliche - Wirkung zugesprochen. Aufgrund ihrer "Natürlichkeit" werden diese Pflanzenzubereitungen oder -Extrakte oft als sicher angesehen und gerne auch mit "rein natürlich - daher ohne Nebenwirkungen" beschrieben. Tatsächlich handelt es sich jedoch teilweise um unerforschte und unter Umständen giftige Substanzen. Lediglich einige wenige bedeutende exotische Pflanzen wurden bisher in Deutschland geprüft.

Bei einigen bestehen durchaus gesundheitliche Bedenken, z.B. bei Goji-Beeren. Andere wie Meerträubel (Ephedra) oder Yohimbe wurden sogar als (potentiell) gesundheitsschädlich eingestuft und dürfen nicht als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden.