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Metalle

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Unter dem Einfluss von Säure oder Salz ist Aluminium löslich und kann in die Lebensmittel übergehen.
  • Lebensmittel in Konservendosen haben die längste Haltbarkeit aller verpackter Lebensmittel.
Dosen aus Aluminium
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Metall, vornehmlich Weißblech und Aluminium, wird in erster Linie für Getränke- und Konservendosen sowie für Glasdeckel verwendet.
Etwa 90 % des in Deutschland produzierten Weißblechs wird zur Herstellung von Verpackungen genutzt.
Aluminium wiederum findet nicht nur als Dose, sondern auch in Form von Folien, Tuben, Menü- oder Grillschalen Verwendung. Unter dem Einfluss von Säure oder Salz ist es allerdings löslich und kann in die Lebensmittel übergehen. Daher werden Verpackungen wie Getränkedosen, Joghurtbecherdeckel oder auch Aluminiumtanks für Fruchtsäfte auf der Innenseite beschichtet.

Vorteile:

Die Metalle zeichnen sich durch gute Barriere-Eigenschaften gegenüber Gasen, Licht und Gerüchen aus der Umgebung sowie durch eine hohe Festigkeit aus. Lebensmittel in Konservendosen haben die längste Haltbarkeit aller verpackter Lebensmittel, weil der Inhalt nach dem Verschließen der Dose durch Hitze pasteurisiert oder auch sterilisiert werden kann.

Nachteile:

Bei langjähriger Lagerdauer von Lebensmitteln müssen Dosen vor Korrosion geschützt werden. Damit soll verhindert werden, dass sich Metalle lösen und auf den Füllinhalt übertragen. Verfärbungen und geschmackliche Beeinträchtigungen wären die Folge.
Deshalb versiegelt man die innere Oberfläche der Dose heute ganz oder teilweise mit einer dünnen Folie aus Epoxid-Kunststoff. Diese enthält jedoch meist das unerwünschte Bisphenol-A (BPA) das vor allem während des Sterilisationsprozesses in das Lebensmittel eindringen kann.
Ein hoher Fett- oder Säuregehalt im Lebensmittel intensiviert die BPA-Migration häufig noch. Dem Umweltbundesamt zufolge wurden in Lebensmitteln aus solchen Dosen pro Kilogramm zwischen fünf und 38 Mikrogramm BPA ermittelt. 
Mit der EU Verordnung 2018/213, die ab September 2018 in Kraft getreten ist, gilt für Lacke und Beschichtungen mit Lebensmittelkontakt ein spezifischer Migrationswert (Specific migration limit=SML) von 0,05mg BPA pro kg Lebensmittel.
Für Materialien, die mit Säuglingsnahrung in Kontakt kommen, ist kein Übergang von BPA gestattet bzw. es gilt die Nachweisgrenze (Nachweisgrenze=0,01mg/kg).  BPA-freie Beschichtungssysteme stehen bisher nur sehr begrenzt zur Verfügung und bedürfen zum Teil noch der gesundheitlichen Bewertung.

Anfang Januar 2015 hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit einen vorläufigen neuen Grenzwert für die Aufnahme an Bisphenol A bekannt gegeben. Die als sicher geltende tägliche Aufnahmemenge wurde von 50 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht auf 4 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht herabgesetzt.