Verbundkarton

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Verbundkarton wird häufig für Milch, Getränke und flüssige Lebensmittel eingesetzt. Er besteht aus laminiertem Kartonmaterial, das auf der Innenseite je nach Einsatzzweck unterschiedlich beschichtet wird. Der Karton verleiht dem Verbundstoff Form und Stabilität.

Die Innenbeschichtungen bestehen aus Polyethylen, was gegen Flüssigkeiten abdichtet, und Aluminium, welches den Inhalt vor Licht und Sauerstoff schützt. Die äußere Beschichtung bewahrt den Karton vor Durchnässung und erhöht die Barriere-Eigenschaften der gesamten Verpackung.

Vorteile:

Verbundkarton lässt im Gegensatz zu Glas und Folienverpackungen kein Licht bzw. Sauerstoff durch. Dadurch werden empfindliche Vitamine, zum Beispiel in Milch oder Fruchtsäften, geschont. Wegen seines geringen Gewichtes im Vergleich zu Glas und seiner Form – leer zusammengefaltet oder gefüllt als Quader – lässt er sich optimal stapeln und kostengünstig transportieren. Die wiederverschließbaren Ausgüsse bzw. Drehverschlüsse haben die praktische Handhabung verbessert.

Nachteile:

Verbundkarton lässt sich nur mit relativ hohem Aufwand recyceln, da die einzelnen Komponenten aufwendig voneinander getrennt werden müssen. Außerdem müssen Getränkekartons im gelben Sack entsorgt werden, was viele nicht wissen. Daher wird nur etwa ein Drittel der Getränkekartons recycelt.

Hersteller dürfen zwar recyceltes Material für Lebensmittelverpackungen verwenden. Sie müssen aber sicherstellen, dass dadurch keine Schadstoffe wie Druckfarben oder ähnliches ins Lebensmittel gelangen.

In der Regel sind Getränkekartons aufgrund von Sicherheitsbedenken klassische Einwegverpackungen und somit nicht umweltfreundlich. Zudem ist weder der Füllstand erkennbar noch auf einen Blick zu sehen, ob der Inhalt verdorben ist.

Verbundkarton eignet sich darüber hinaus nicht für kohlensäurehaltige Getränke, weil das Material einem steigenden Druck im Inneren nicht standhalten kann.

 

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