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Pelletheizung

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Bei richtiger Planung und Dimensionierung ist der Betrieb derartiger Anlagen bei identischer Leistung und gleichem Komfort kostengünstiger als der konventioneller Heizungen mit Gas oder Öl. Zusätzlich erhöhen Kombinationen von Heizungssystemen die Effizienz wie etwa bei einer Holzpelletheizung in Verbindung mit einer Solarthermie-Anlage. Das Heizen mit Erneuerbaren fördert der Staat mit verschiedenen Förderprogrammen.

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Holzpellets
Foto: fotolinchen / iStockphoto.com

Mit Holzpellets hat sich in relativ kurzer Zeit ein Brennstoff am Markt etabliert, der den hohen Ansprüchen der Verbraucher an Komfort und Umweltfreundlichkeit Rechnung trägt.

Im Jahr 2014 waren bundesweit etwa 231.000 Heizungsanlagen mit Pelletfeuerung in Betrieb. Der Bestand an Pelletkaminöfen lag bei mehr als 116.000.

Hoher Standard unterteilt in Klassen

Als Brennstoff für eine moderne Heizung bieten Holzpellets mittlerweile einen Standard, der bis vor wenigen Jahren für eine Holzfeuerung als unerreichbar galt. Eine weitere Verbesserung der Qualität verspricht die Europäische Norm EN 14961-2. Europaweit werden Pellets in den Qualitätsklassen A1, A2 und B hergestellt; sie unterscheiden vor allem durch die verwendeten Rohstoffe und die dadurch beeinflussten Eigenschaften bei der Verbrennung, insbesondere den Aschegehalt. Hersteller von Pelletkesseln für Ein- und kleinere Mehrfamilienhäuser haben ihre Produkte in der Regel auf die Qualität der hochwertigen A1-Pellets ausgelegt.

Holzpellets bieten viele Vorteile

Weitere Vorteile der aus Säge- oder Hobelspänen hergestellten Holzpellets sind die hohe Energie­dichte von etwa fünf Kilowattstunden pro Kilogramm (zwei Kilogramm Pellets entsprechen einem Liter Heizöl), die sehr gute Transport-und Lagerfähigkeit sowie die niedrigen Emissionen. Holzpellets sind nahezu CO2-neutral, weil durch das Wachstum der Bäume die Menge CO2 aus der Luft "verbraucht" wird, die später bei der Verbrennung wieder freigesetzt wird. Bei Lagerung in geschlossenen Räumen sind Sicherheitsempfehlungen zu beachten. Nähere Informationen finden Sie bei der Aktion Holzpellets und beim Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband.

Sta(a)ttliche Förderung

Für den Einbau von Holzpelletheizungen in bestehende Wohnhäuser gibt es Zuschüsse im Marktanreizprogramm des Bundes, mit dem die Nutzung erneuerbarer Energien gefördert wird. Ausnahme: Der Einbau eines Pelletofens (Lufterhitzer) wird nicht bezuschusst.

Die Förderung einer Heizungssanierung kann dann zum Beispiel so aussehen:

Eine Eigenheimbesitzerin lässt 12 Quadratmeter Solarkollektoren anbringen, die künftig rund ein Viertel der benötigten Wärme liefern. Da für dieses Viertel kein Brennstoff mehr benötigt wird, sinken die Verbrauchskosten. Außerdem lässt sie eine nahezu CO2-neutrale Holzpelletheizung mit Pufferspeicher einbauen. Zusammen zahlt sie dafür 30.000 Euro. Das BAFA gewährt ihr mehrere Zuschüsse in Höhe von insgesamt 6000 Euro. Aus dem Landesprogramm (z.B. Progres NRW) erhält sie weitere 3580 Euro. Am Ende stehen 9580 Euro Förderung, also 32 Prozent der Kosten. Und den Ausbau ihres alten Ölkessels muss die Eigentümerin dank BAFA auch nur zu 90 Prozent bezahlen.

Unabhängige Beratung

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale berät Sie gerne dazu, ob der Einsatz einer Pelletheizung in Ihrem Fall sinnvoll ist, empfiehlt Ihnen gegebenenfalls Art bzw. Größe der Anlage und gibt Tipps zur optimalen Einbindung in die Heizung Ihres Hauses. Darüber hinaus schätzen wir die Kosten und geben Hinweise, ob Sie hierfür öffentliche Fördermittel in Anspruch nehmen und wo diese beantragt werden können.