Zoll-Reform 2026: Online-Shopping bei Temu, Shein & Co. wird teurer
Wer gerne bei Plattformen außerhalb der EU bestellt, muss sich auf höhere Kosten einstellen. Die EU-Kommission plant eine umfassende Reform des Zollrechts, um fairen Wettbewerb zu sichern und Verbraucher*innen besser zu schützen.
Das ändert sich für Verbraucher:innen beim Online-Shopping aus Nicht-EU-Ländern:
- Wegfall der 150-Euro-Freigrenze: Voraussichtlich ab Juli 2026 entfällt die Befreiung von Zollabgaben für Pakete unter 150 Euro.
- Zollpauschalen: Pro Warenkategorie in einer Sendung sollen künftig 3 Euro zusätzlich anfallen. Bei gemischten Paketen können sich diese Beträge schnell summieren.
- Neue Bearbeitungsgebühren: Ab November 2026 wird für Import-Artikel eine zusätzliche Gebühr erhoben. Diese müssen die Plattformbetreiberinnen zahlen, was jedoch indirekt zu höheren Preisen für Kundinnen führen dürfte.
- Plattformen in der Pflicht: Online-Händler*innen werden künftig rechtlich als Importeure behandelt. Sie müssen garantieren, dass ihre Waren EU-Standards (Umwelt, Sicherheit) entsprechen.
Tipps der Verbraucherzentralen für Ihren Online-Kauf
Um böse Überraschungen bei der Zustellung zu vermeiden, sollten Shopper:innen folgende Punkte beachten:
- Gesamtpreis prüfen: Schauen Sie bereits im Warenkorb nach, ob Steuern und Zölle transparent ausgewiesen sind.
- Nachzahlungen einplanen: Fehlen diese Angaben, müssen Sie die Gebühren oft direkt bei der Paketübergabe nachzahlen.
- Qualität kritisch hinterfragen: Billig-Importe erfüllen oft nicht die strengen EU-Sicherheitsnormen.
Hintergrund: Die EU möchte mit diesen Maßnahmen den unfairen Wettbewerb durch Billig-Importe stoppen und die Kontrolle von Umwelt- und Verbraucherschutzstandards verschärfen. Plattformen werden zudem ermutigt, Lagerhäuser innerhalb der EU zu nutzen, um die Zollabwicklung zu vereinfachen