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Mobilfunkverträge: Welches Netz passt zu mir?

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Wer einen Handyvertrag abschließt, sollte neben dem passenden Tarif auch das am besten geeignete Mobilfunknetz wählen. Wir erläutern die verschiedenen Techniken und geben Tipps für die richtige Netzwahl.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Derzeit erfolgt die beste Datenübertragung in Deutschland im Bereich 4 G (LTE). Ab 2020 soll die nächste Generation 5G bis zu 10-fach höhere Datenraten ermöglichen.
  • Falls Ihnen eine schnelle Datenverbindung wichtig ist, achten Sie vor dem Kauf eines Smartphones oder Tablets darauf, welchen Standard das Gerät beherrscht.
  • Bei den Kosten sollten Sie vor allem im Ausland außerhalb der EU sowie auf Schiffen und in Flugzeugen vorsichtig sein.
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Jeder der drei deutschen Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone und O2 hat ein eigenes Netz. Provider wie Debitel, 1&1 oder Drillisch haben dagegen kein eigenes Mobilfunknetz. Die Verbindungen werden hier über die Netze der drei Netzbetreiber realisiert.

Mobilfunkstandard in Deutschland

Seit dem Mobilfunkstandard der 2. Generation (2G, GPRS und EDGE) sind neben der klassischen Telefonie auch mobile Datenübertragungen möglich. Derzeit erfolgt die beste Datenübertragung im Bereich 4 G (LTE). Allerdings bieten die deutschen Anbieter im weltweiten Vergleich noch eine schlechte LTE-Abdeckung beziehungsweise eine deutlich schlechtere Übertragungsgeschwindigkeit an. Ab 2020 soll die nächste Generation 5G dann bis zu 10-fach höhere Datenraten ermöglichen, so dass viele Multimediaanwendungen schneller und besser laufen werden, insbesondere für die Industrie wird dieser neue Standard maßgeblich sein.

Um die hohen Datenübertragungsraten nutzen zu können, müssen die Endgeräte den jeweiligen Standard unterstützen. Insofern sollte Sie den Übertragungsstandard vor dem Kauf eines Smartphones klären.

Mobilfunkstandard im Ausland

Je nach Land werden im Ausland Datenübertragungen in verschiedenen Frequenzbereichen vorgenommen. Wenn Sie auch im Ausland mobil telefonieren und surfen möchten, prüfen Sie bitte vorab, ob Ihr Gerät den entsprechenden Standard nutzt und welche Kosten auf Sie zukommen werden. Auslandstarife außerhalb der EU sind deutlich höher.

Tipps für einen guten Empfang

  • Um ungestört mobil telefonieren zu können, müssen Sie sich in Reichweite einer Mobilfunk-Basisstation Ihres Netzbetreibers befinden. Je näher Sie sich an der Basisstation befinden, desto besser ist der Empfang. In ländlichen Regionen ist die Netzabdeckung nicht immer flächendeckend. Vereinzelt gibt es dort immer wieder Funklöcher. Sie sollten deshalb bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages berücksichtigen, wo sie das Handy überwiegend nutzen wollen.
  • Wenn Sie an einem bestimmten Standort regelmäßig telefonieren möchten, z.B. in der Wohnung oder im Schrebergarten, sollten Sie vorher testen, welches Netz dort den besten Empfang hat. Sind Sie in einer bestimmten Gegend auf Empfang angewiesen, lassen Sie sich die Netzabdeckung vor Vertragsschluss  vom Mobilfunkanbieter schriftlich zusichern.
  • Wenn Sie hauptsächlich im städtischen Raum telefonieren, können Sie jedes Netz wählen.
  • Ein guter Empfang hängt nicht nur vom Netz des Betreibers ab. Trotz Netzabdeckung kann es vereinzelt zur Funkstille kommen, wenn Sie sich im Funkschatten einer Basisstation aufhalten, also etwa direkt hinter einem Stahlbetonbau.
  • Ebenso kann der Empfang wegen Überlastung gestört sein, wenn sich viele Teilnehmer zur gleichen Zeit ins Netz einwählen, beispielsweise bei Großereignissen (Silvester, Fußballstadion).
  • Schließlich können auch die technischen Fähigkeiten des Mobiltelefons selbst oder eine mangelhafte Akkuleistung zu Empfangsproblemen beitragen.

Tipps für die Internetnutzung über das Mobilnetz

  • Sofern Sie an einem bestimmten Standort unbedingt einen mobilen Internetzugang benötigen, testen Sie vorher, ob das Datennetz des Anbieters auch zur Verfügung steht.
  • Je näher Sie sich als mobiler Internetsurfer an der Basisstation befinden, desto schneller ist die Verbindung.
  • Wenn rund um diese Basisstation viele Kunden gleichzeitig surfen, kann die Geschwindigkeit sinken, weil sich alle Internetnutzer die zur Verfügung stehende Bandbreite teilen müssen.
  • Wenn Sie mit dem Mobiltelefon online gehen wollen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie auch einen passenden Datentarif haben. Sonst kann ein kurzer Besuch im schnell Hunderte von Euro kosten.
  • Im grenznahen Bereich ist es auch für die Datennutzung besonders wichtig, sein Mobiltelefon auf "Manuelle Netzwahl" umzustellen, um automatische Einwahlen in oft teurere ausländische Netze zu verhindern.

Telefonieren und mobiles Internet im Ausland

Aufgrund der EU-Roamingverordnung kostet Telefonieren, Simsen und Surfen im EU-Ausland grundsätzlich genau so viel wie zu Hause. Vorsicht ist vor der Nutzung an Bord von Flugzeugen und Schiffen geboten, da diese Verbindungen immer über Satellit erfolgen und somit horrende Gebühren anfallen.

Scheidet Großbritannien nach dem Brexit aus der EU, so könnten hier Preise der Weltgruppe 3 anfallen.

Mehr zum Thema Roaming finden Sie in unserem Beitrag.