Mit Werbung im Newsfeed bei Nachrichtenplattformen wollen Anbieter Sie ködern
Die Maschen, mit denen unseriöse Trading-Plattformen Anleger:innen locken, sind meist ähnlich: Im Newsfeed bei Nachrichtenplattformen oder bei einem sozialen Netzwerk wird Werbung geschaltet, die mit einem gewinnsicheren Handelssystem lockt. Dieses Handelssystem beruht auf künstlicher Intelligenz. Teils wird auf vermeintlich seriöse Nachrichtenseiten verlinkt oder mit gefälschten Aussagen von Prominenten geworben. Mitunter werden Sie in Whatsapp-Gruppen gelockt, um vermeintliche Insidertipps zu erhalten. Opfer finden die Betrüger auch unter Nutzer:innen von Dating-Plattformen.
Zeigen Sie Interesse, passiert in der Regel Folgendes:
- Anfangs wird häufig nur ein kleines Startkapital gefordert.
- Mit Hilfe von Berater:innen, die sich von nun an immer wieder telefonisch melden, wird vorgegaukelt, dass Sie ein professionelles Handelskonto eröffnen. In Wahrheit werden Ihre persönlichen Daten für betrügerische Zwecke abgefragt.
- Oft verlangen die Berater:innen dafür den direkten Zugriff auf Ihren Computer. Das geht beispielsweise mit der Software AnyDesk.
Werden Sie hellhörig, wenn jemand Zugriff auf Ihren Rechner verlangt oder möchte, dass Sie in diesem Zusammenhang eine Software installieren - beispielsweise durch Klicken eines bestimmten Links. Gewähren Sie Niemandem Zugriff! - Nicht wenige Verbraucher:innen berichten, dass später ihre online geführten Konten abgeräumt wurden.
Deep Fakes von Prominenten als Lockmittel
Regelmäßig berichten Verbraucher:innen über dubiose Video-Werbeanzeigen für Finanzprodukte auf Social Media, Videoplattformen oder in Online-Werbung. In diesen Anzeigen werben scheinbar Prominente wie Markus Lanz, Gregor Gysi oder Günther Jauch für eine Geldanlage oder ein angeblich gewinnbringendes Trading-System.
Doch bei diesen Videos handelt es sich um Deep Fakes. Kriminelle legen mithilfe von KI den Prominenten gefälschte Aussagen in den Mund. Letztere wissen nichts von dieser Finanzwerbung, die ihre Identität missbraucht.
Die Bilder oder Videos sind recht gut gemacht und wirken auf den ersten Blick echt. Sie führen immer wieder auf Seiten von unseriösen Trading-Plattformen oder auf gefälschte Finanz-Webseiten. Investieren Verbraucher:innen dort, ist das Geld in aller Regel alsbald verschwunden.
Woran Sie diese Deep-Fake-Videos erkennen und was Sie in einem solchen Fall tun sollten, erklären die Verbraucherzentralen im Artikel Täuschend echt: Wie Kriminelle Deepfakes mit Promis für Fake-Werbung nutzen.

