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Sommerhitze: Gute Wärmedämmung hilft

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Hohe Lufttemperaturen und intensive Sonneneinstrahlung können im Sommer störend wirken und die Innenräume unangenehm aufheizen. Dagegen hilft in erster Linie eine gute Wärmedämmung, die nicht nur im Winter Wärmeverluste vermeidet, sondern auch im Sommer die Hitze draußen hält. Um zu vermeiden, dass warme Außenluft ins Haus kommt, sollten Fenster und Türen tagsüber geschlossen bleiben.

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Sonnenschutz

Ein guter Sonnenschutz verhindert die Sonneneinstrahlung und sorgt für angenehme Temperaturen. Besonders für alle südlichen Glasflächen sollte der Sonnenschutz gezielt geplant werden, beispielsweise durch Dachüberstände, Vordächer oder Balkone. Eine natürliche Verschattung passend zur Jahreszeit bieten Bäume. Wenn sie im Sommer Blätter tragen, halten sie das Sonnenlicht zuverlässig ab. Haben sie im Winter das Laub abgeworfen, lassen sie durch den tiefen Sonnenstand nicht nur viel Tageslicht durch, sondern tragen auch zur Unterstützung der Heizung und damit zum Energiesparen bei.

Bei der Auswahl der Wärmeschutzfenster sollte man auf den so genannten g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) der Verglasung achten und die Fenster entsprechend der geplanten Raumnutzung und Himmelsrichtung auswählen. Bei bereits vorhandenen Fensterscheiben kann es auch helfen, Sonnenschutzfolien aufzubringen. Einher geht damit aber auch eine leichte Verdunkelung der Räume. Bei Dämmerung muss deshalb das Licht früher eingeschaltet werden, im Winter ist zudem ein höherer Heizbedarf notwendig. Wählen Sie Sonnenschutzfolien für die Außenseite der Glasscheibe und beauftragen Sie möglichst einen Fachbetrieb.

Der g-Wert
Der g-Wert sagt aus, wie viel Strahlungswärme von außen über die Verglasung nach innen abgegeben wird. Je kleiner der g-Wert, umso geringer ist im Sommer die Hitzebelastung des Innenraumes – umso geringer ist aber auch der Anteil der Sonnenenergie, der in der kalten Jahreszeit die Gebäudeheizung unterstützt. Ein typischer Wert liegt bei 0,6. Das bedeutet, dass 60 Prozent der eingestrahlten Sonnenenergie in den Raum eindringen können.

Ein Sonnenschutz ist bei Fensterflächen deutlich effektiver, wenn er außen statt innen angebracht wird. Der Grund: Beim innen liegenden Sonnenschutz erhitzt die Sonneneinstrahlung die Glasscheibe, die diese Wärme wiederum an den Raum abgibt. Aus energetischer Sicht sollten deshalb Jalousien, Rollos oder Markisen immer außen montiert werden. Empfehlenswert sind auch an der Fassade befestigte Schiebe- bzw. Klappläden.

Dachräume

Die Wohnräume im nicht gedämmten Dachgeschoss werden besonders häufig unangenehm überhitzt. Hier stellt die meistens dunkle Dachziegelfläche einen "Kollektor" dar, der die Wärme ungehindert nach innen weiter gibt, weil die Dämmung und auch die Speichermasse fehlen. Bei der Sanierung der Dachschrägen im Steildach, die diesen Effekt aufweisen, ist besonders auf eine lückenlose Luftdichtheit nach innen und auf einen Dämmstoff zu achten, der eine längere Aufheizzeit hat als Standarddämmstoff. Alle Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie beispielsweise Holzweichfaserplatten oder Hanf haben diese Eigenschaft der so genannten Phasenverschiebung. Auch Zellulose kann sehr wirkungsvoll eingesetzt werden. Sie wird als Matten verarbeitet oder in loser Form durch Spezialfirmen direkt in die Gefache des Dachstuhls geblasen.