Auch Sie könnten Fake-Shop-Besitzer sein!

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Immer wieder fangen Betrüger im Netz mit Trojanern, Phishing-Mails oder ungeschützten Eingabefeldern personenbezogene Daten ab, um im Namen der geklauten Identitäten einzukaufen. Welche Ausmaße solch ein Identitätsdiebstahl noch haben kann, musste nun ein Verbraucher aus Bremen erfahren.
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Einem Hinweis nachgehend, haben die Marktwächter-Experten aus der Verbraucherzentrale Brandenburg im Umfeld verschiedener Fake-Shops recherchiert. Dort sind jeweils verschiedene Personen als Administratoren registriert. Die Marktwächter-Experten spürten daraufhin einige dieser Personen auf und kontaktierten sie, so auch den Bremer Stephan K.* Dieser fiel aus allen Wolken als ihm mitgeteilt wurde, dass er als Administrator eines Fake-Shops eingetragen ist.

Der Domainname der Fake-Shops hat augenscheinlich nichts mit den angebotenen Produkten zu tun. „Vermutlich reaktivieren die Betrüger alte, aufgegebene URLs, um ihre Shops anschließend dort zu platzieren. Als Administrator tragen sie dann geklaute Identitäten wie die von Stephan K. ein, damit ihnen niemand auf die Schliche kommt. Die Betrüger wollen damit die Besucher einer einst seriösen Seite abgreifen und hoffen auf das schnelle Geld. Bei Online-Shops, deren Webadresse so gar nicht zu den angebotenen Produkten passt, sollten Verbraucher also sehr vorsichtig sein“, erklärt Sebastian Lambeck, Redakteur im Marktwächter-Team Digitale Welt in der Verbraucherzentrale Brandenburg.

„Solch einem Identitätsdiebstahl auf die Schliche zu kommen ist sehr schwierig. Wer dennoch herausfindet, dass sein Name für die Administration eines Fake-Shops missbraucht wird, sollte bei der Polizei Anzeige erstatten und auch die Domainvergabestelle DENIC über den Identitätsdiebstahl informieren“, so Lambeck.


* Name geändert

Eine Frau blickt auf eine digitale Anzeige.

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