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Schlank im Schlaf

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Auch hier spielt das Insulin eine wichtige Rolle. Wirkt es nicht mehr richtig (Insulinresistenz), ist der Blutzuckerspiegel erhöht.

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Das Abnehmkonzept von Dr. Detlef Pape – auch als Insulintrennkost bezeichnet - basiert auf der Theorie der Insulinresistenz und sieht ständig erhöhte Blutzuckerspiegel als Ursache des Übergewichts. Stellt man diese ab, wird das Gewicht reduziert. Um das zu erreichen, dürfen nur drei Mahlzeiten am Tag gegessen werden, zwischen denen mindestens 5 Stunden Pause ohne Essen liegen müssen. Zum Frühstück sind nur Kohlenhydrate und Fett erlaubt, zum Mittagessen Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett. Das Abendessen darf nur Eiweiß und Fett enthalten und sollte zwischen 17 und 19 Uhr eingenommen werden, um eine möglichst lange "Nachtphase" (zum Fettabbau) zu erreichen.

Zwischenmahlzeiten (auch Obst oder Gemüse) sind nicht erlaubt; vielmehr soll man sich bei den drei Mahlzeiten satt essen. Wer nicht satt wird, sollte noch mehr Gemüse und Salat essen, keinesfalls aber die Kohlenhydratmenge (Brot, Nudeln, Kartoffeln) erhöhen. Obst darf nur morgens oder mittags während der Mahlzeiten gegessen werden.

Getrunken werden 1,5-2,5 Liter, bei Heißhunger ist Brühe/Bouillion zwischendurch erlaubt. Vor dem Abendessen wird eine Bewegungseinheit empfohlen. So können circa 1 Kilogramm pro Monat abgenommen werden.

Um abends trotzdem Brot essen zu können, wurde ein Eiweißbrot entwickelt. Varianten des Eiweißbrots werden inzwischen von vielen Bäckereien angeboten.

Unsere Bewertung

Den größten Einfluss auf die Gewichtsabnahme hat der geringere Energiegehalt dieser Kostform. Im Schnitt werden durch den Verzicht sowohl auf die Kohlenhydrate am Abend als auch die Zwischenmahlzeiten etwa 500 Kilokalorien (kcal) pro Tag weniger gegessen. Bekannt ist, dass eine längere Zeit (3-4 Stunden) zwischen Abendessen und Nachtschlaf den Melatoninspiegel erhöht und damit für einen tieferen Schlaf sorgt. Auch weiß man, dass zu wenig Schlaf dazu beiträgt, dass Übergewicht entsteht.

Die Diät "Schlank im Schlaf" ist grundsätzlich weder gefährlich noch ungesund, wenn die Regeln eingehalten werden. Die hinter dem Konzept stehenden Thesen sind wissenschaftlich nicht eindeutig bewiesen bzw. stark vereinfacht. Es gibt keine qualitativ guten wissenschaftlichen (kontrollierten) Studien dazu. Außerdem fehlt eine fachliche Begleitung hinsichtlich der tatsächlichen Lebensmittelauswahl und -menge.

Die Verhaltensvorgaben sind sehr rigide; dass Essverhalten wird stark kontrolliert. Das kann in Krisensituationen ins Gegenteil umschlagen; außerdem können sich durch die starke Kontrolle Essstörungen entwickeln. Die Kost ist sehr eiweißreich und damit bei Nierenerkrankungen ungeeignet. Ausreichend Schlaf ist bei der Gewichtsreduktion auf jeden Fall hilfreich.