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Widerruf des Vertrags

Stand:

Bei Strom- und Gaslieferverträgen, die Sie als Verbraucher im Fernabsatz (z.B. per Brief, E-Mail oder im Internet) oder außerhalb geschlossener Geschäftsräume (z. B. Vertreterbesuch in Ihrer Wohnung oder Werbestand in der Fußgängerzone) abschließen, haben Sie ein gesetzliches Widerrufsrecht.

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Machen Sie von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch, sind Sie nicht mehr an Ihre Vertragserklärung gebunden und der Vertrag ist nicht wirksam.

Widerrufsfrist

Die Frist zur Erklärung des Widerrufs beträgt 14 Tage und beginnt grundsätzlich mit Vertragsschluss(§ 356 Abs. 2 Nr. 2 BGB), vorausgesetzt, der Anbieter hat Sie ordnungsgemäß über Ihr Widerrufsrecht informiert. Verwendet der Anbieter dazu die gesetzliche Muster-Widerrufsbelehrung und übermittelt Ihnen diese "in Textform", zum Beispiel per Post, Fax oder E-Mail, können Sie davon ausgehen, dass die Belehrung in Ordnung ist. Werden Sie hingegen nicht ordnungsgemäß belehrt, erlischt Ihr Widerrufsrecht nach maximal einem Jahr und 14 Tagen (§ 356 Abs. 3 BGB).

So erklären Sie den Widerruf

Die Erklärung des Widerrufs ist zwar nicht an eine bestimmte Form gebunden, so dass Sie theoretisch sogar telefonisch widerrufen könnten. Aus Beweisgründen sollten Sie aber den Widerruf stets nachweisbar erklären, zum Beispiel per E-Mail (Bestätigung innerhalb der Widerrufsfrist wichtig!) oder per Einschreiben. Sie können dazu das Widerrufsformular verwenden, das Ihnen der Energielieferant zur Verfügung stellen muss.

Widerrufen - und dann?

Widerrufen Sie einen Energieliefervertrag vor Lieferbeginn, hat sich der Vertrag dadurch für Sie vollständig erledigt. Haben Sie bis zum Widerruf bereits Strom bzw. Gas erhalten, müssen Sie für die bis zum Widerruf erbrachten Leistungen Wertersatz leisten. Hierzu sind Sie aber nur verpflichtet, wenn Sie vom Lieferanten ausdrücklich verlangt haben, dass er mit der Lieferung schon innerhalb der 14-tägigen Widerrufsfrist beginnen soll und Sie auch über Ihr Widerrufsrecht und diese Rechtsfolgen informiert wurden (§ 357 Abs. 8 BGB).