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Heizungspumpe

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Die Heizungspumpe hält den Kreislauf des erwärmten Wassers zwischen Kessel und Heizkörpern in Gang. Sie wird daher auch oft als "Herz der Heizung" bezeichnet. In vielen Gebäuden sorgt zusätzlich eine Speicherladepumpe und möglicherweise eine Zirkulationspumpe für warmes Wasser in Küche und Bad.

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Heizungspumpen sind ständig im Einsatz: Viele rotieren im Jahr etwa 6.000 Stunden; hauptsächlich im Winter. Auch wenn man wenig von ihnen hört und sieht, sind sie kräftige Energieverbraucher. Ältere Pumpen können rund ein Zehntel des durchschnittlichen Stromverbrauchs im Haushalt verursachen.

Notwendigkeit eines hydraulischen Abgleichs

Wenn Räume in unteren Etagen wärmer werden als in den oberen, sind Heizungspumpe, Heizleitungen und Heizkörper nicht exakt abgestimmt. Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass das Gebäude gleichmäßig und ausgeglichen beheizt wird. Zudem kann die Heizungspumpe oft danach auf einer niedrigeren Stufe laufen und verbraucht somit weniger Strom. Wenn alte Pumpen vorhanden sind, ist der Austausch gegen moderne Hocheffizienzpumpen eine wirtschaftliche Lösung.

Beispielrechnung
Quelle: co2online

Sparen durch Austausch

In Ein- und Zweifamilienhäusern findet man oft noch Heizungspumpen mit einer Leistung von 80 bis 100 Watt, in Mehrfamilienhäusern entsprechend größer. Da in der Pumpentechnologie in den letzten Jahren enorme Fortschritte erzielt wurden, genügen jetzt 15 Watt oder weniger. Wird eine ältere Pumpe durch eine moderne, energieeffiziente Pumpe ersetzt, können bis zu 130 Euro jährlich gespart werden. Damit macht sich die Investition in kurzer Zeit bezahlt. Ebenfalls wird der Ersatz von Heizungspumpen durch Hocheffizienzpumpen seit dem 1. August 2016 durch das BAFA mit 30% der Investitionskosten gefördert. In diesem Fall rechnet sich der Tausch noch schneller.

Heizungspumpe
Grafik: co2online.de

Effizienter Motor plus elektronische Leistungsregelung

Ältere Heizungspumpen können ihre Leistung nicht an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Wenn beispielsweise die Heizkörper in der Übergangszeit nur wenig aufgedreht sind, laufen die Pumpen genauso wie in kalten Winternächten - also mit voller Leistung. Eine moderne geregelte Pumpe passt die Drehzahl entsprechend dem Bedarf an. Ein besonders effizienter EC-Motor (EC steht für elektronisch kommutiert) gehört ebenso zu einer modernen Pumpe. Somit kann der Stromverbrauch insgesamt um 80 bis 90 Prozent gesenkt werden. Als Faustregel gilt: Für jeden Heizkörper werden etwa 0,5 bis 1 Watt elektrische Leistung der Pumpe benötigt.

Zirkulationspumpe für Warmwasser

Häufig ist für die Warmwasserzirkulation eine Zirkulationspumpe installiert. Diese Pumpe dient dazu warmes Wasser besonders schnell an den einzelnen Zapfstellen zu haben. Um dies immer zu gewährleisten, haben diese Pumpen oft sehr hohe Betriebszeiten. Als erstes sollte geprüft werden, ob das tatsächlich erforderlich ist. Im Ein- und Zweifamilienhaus können Sie möglicherweise ohne wesentlichen Komfortverlust darauf verzichten. Wenn aus Komfortgründen eine Pumpe gewünscht ist, sollte deren Leistung an den Warmwasserbedarf angepasst und knapp dimensioniert sein oder eine hocheffiziente Pumpe installiert werden.

Keinesfalls sollte die Zirkulationspumpe ständig laufen. Die meiste Zeit des Jahres wird in den Nachtstunden weder Heizung noch warmes Wasser gebraucht. Für diese Zeiten können die Pumpen von der Heizungsregelung abgeschaltet oder in Intervallen getaktet werden; dies ist auch auch mit Hilfe einer Zeitschaltuhr möglich. Die Pumpe kann auch von zentralen Stellen der Wohnung per Funktaster für eine begrenzte Laufzeit eingeschaltet werden. Aufwendiger - aber sehr komfortabel - sind Pumpen mit "selbstlernender" Elektroniksteuerung, die sich Ihren Verbrauchsgewohnheiten im Gebäude anpassen.

Für Mehrfamilienhäuser bietet sich eher eine Hocheffizienzpumpe mit sehr kleiner Leistung an, da dort die Nutzungszeiten sehr stark variieren und daher die Pumpe rund um die Uhr läuft..

Kennzeichnung für effiziente Pumpen

Für Heizungspumpen gilt der "Energie-Effizienz-Index" (EEI). Je kleiner der EEI ist, desto geringer ist der Stromverbrauch der Pumpe. Für neue Pumpen beträgt der maximal zulässige EEI seit August 2015 nur noch 0,23. Sehr sparsame Pumpen erreichen schon heute einen EEI unter 0,20. Aber auch das freiwillige Energielabel von A (effizient) bis G (wenig effizient) wird weiterhin von Anbietern genutzt.