Echte PayPal-Mails erkennen
Wenn Sie betroffen sind, könnten Sie von PayPal echte E-Mails erhalten, die über fehlgeschlagene Transaktionen informieren. Damit Sie diese von Phishing-Mails unterscheiden können, achten Sie auf folgende Merkmale:
- Die Mail kommt von "service@paypal.de"
- Über dem PayPal-Logo steht Ihr Name als persönliche Anrede.
- Es werden konkrete Details zur betroffenen Transaktion genannt.
- Es gibt keinen Link, über den Sie sich ins PayPal-Konto einloggen sollen. Solche Links oder Buttons sind typisch für Phishing-Mails.
Tipp: Wenn eine E-Mail einen Link enthält, öffnen Sie immer die offizielle PayPal-App oder die Website ein – nicht über Links in einer E-Mail.

Was sollten Sie jetzt tun?
- Kontoauszüge prüfen: Schauen Sie in den nächsten Tagen regelmäßig auf Ihr Bankkonto und ins PayPal-Konto. So erkennen Sie schnell, ob es fehlerhafte Abbuchungen gibt.
- Keine Passwörter weitergeben: Antworten Sie niemals auf Mails, in denen angeblich PayPal nach Ihren Zugangsdaten fragt. Das ist ein klassisches Phishing-Merkmal.
- Zugangsdaten sichern: Ändern Sie Ihr PayPal-Passwort, falls Sie das schon länger nicht getan haben – am besten ein starkes, nur hier genutztes Passwort. Aktivieren Sie zusätzlich die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
- Geduld bewahren: Auch wenn Zahlungen aktuell hängen bleiben, besteht kein Anlass zur Panik. In aller Regel werden die Transaktionen in den nächsten Tagen korrekt nachgebucht.
Ärger durch Minus-Anzeige im PayPal-Konto
Einige Nutzer:innen berichten derzeit, dass ihr PayPal-Konto plötzlich im Minus angezeigt wird – mit der Aufforderung, den Betrag innerhalb weniger Tage auszugleichen. Hintergrund: Bei blockierten Lastschriften geht PayPal standardmäßig davon aus, dass das Bankkonto nicht gedeckt war. In den Transaktionsdetails ist teilweise sogar von einer "Bankbearbeitungsgebühr" die Rede.
Ob PayPal diese Forderungen tatsächlich durchsetzt, obwohl die Ursache im eigenen Systemausfall liegt, ist bislang unklar. Nach unserer Einschätzung dürfen Verbraucher:innen nicht auf diesen Kosten sitzen bleiben. Sollte PayPal auf einer Zahlung bestehen, obwohl die Bankbuchung nachweislich fehlerhaft ist, sollten Betroffene Widerspruch einlegen und den PayPal-Kundenservice kontaktieren.
In E-Mails weist PayPal betroffene Kund:innen zudem darauf hin: "Wir werden uns mit Ihrer Bank in Verbindung setzen, um den fälligen Betrag bis zum Datum XY einzuziehen. Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr Bankkonto für diese Zahlung ausreichend gedeckt ist, um weitere Bankgebühren zu vermeiden" – verbunden mit dem Hinweis, dass es mehrere Tage dauern könne, bis das PayPal-Guthaben nach einer Rückbuchung wieder ausgeglichen ist.