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Wie Schimmel beseitigt wird

Stand:

Nur wenn zuvor die Feuchteursache erkannt und beseitigt wurde, kann eine Schimmelsanierung erfolgreich und nachhaltig sein.

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Sind nur kleine Flächen bis zu einem halben Quadratmeter lediglich an der Oberfläche befallen, kann der Schimmelbelag auch selbst entfernt werden. Dabei ist es ratsam, vorsorglich Handschuhe, Mundschutz mit Feinstaubfilter (mindestens P2), Schutzbrille und eventuell einen Einweg-Overall zu tragen.

Wer unter Allergien oder chronischen Erkrankungen leidet oder ein geschwächtes Immunsystem hat, sollte nicht selbst Hand anlegen oder sich während der Sanierung im Raum aufhalten.

Schimmel muss stets vollständig entfernt werden, denn auch abgestorbene Bestandteile können allergische und reizende Wirkungen auslösen. Daher sollten befallene Stellen möglichst rasch beseitigt werden. Achtung: Keinen Staub aufwirbeln!

Bei glatten, geschlossenen Flächen wie Glas, Metall, Lack und Kunststoffen kann die Oberfläche leicht mit einem Haushaltsreiniger abgewischt werden. Poröse Materialien wie Tapeten, Gipskarton- oder Spanplatten sind oft nicht zu reinigen, sondern sollten direkt entfernt werden. Polstermöbel und Textilien lassen sich ebenfalls nur sehr schwer von Schimmelpilzen befreien und können oft nur noch entsorgt werden.

Schimmelbefall selbst entfernen

Beim Umgang mit hochprozentigem Alkohol besteht die Gefahr einer Explosion! Gut lüften! Nicht rauchen! Kein offenes Feuer!
  • Befallene Tapeten oder Silikonfugen entfernen und erneuern. Um Sporen und Bakterien zu binden, Tapeten vorher anfeuchten oder einkleistern.
  • Eventuell die darunter liegende Wand mit 70-80 prozentigem Ethylalkohol (Brennspiritus) reinigen und gut trocknen lassen.
  • Nur oberflächig befallene Stellen, zum Beispiel auf Metall, Keramik, Glas oder lackiertem Holz, mit einem Haushaltsreiniger abwaschen.

  • Poröse Materialien, wie etwa Putzflächen, können mit wenig Alkohol (s.o.) oder mit dreiprozentiger Wasserstoffperoxidlösung (bleichende Wirkung) abgerieben werden. Vorsicht allerdings bei empfindlichen Flächen, wie z.B. Holz oder Möbel.

  • Eine Desinfektion ist bei der Schimmelsanierung in der Regel nicht erforderlich. Die zur Vorbeugung gern benutzten Anti-Schimmelprodukte können zudem lebenslange Kontaktallergien hervorrufen. Da sich die Wirkstoffe meist im Hausstaub oder in der Raumluft wiederfinden, sind auch die Bewohnerinnen und Bewohner diesen Substanzen ausgesetzt. Zudem besteht die Gefahr, dass Bakterien gegen die Wirkstoffe immun werden und damit zunehmend nicht mehr bekämpft werden können.

  • Alle mit Schimmel belasteten Abfälle, gehören - in Plastikbeutel verpackt - in den Hausmüll.

Größere Schimmelschäden sollten Fachleute beseitigen, welche auf diese Sanierungen spezialisiert sind. Nur diese wissen um mögliche Gefahren und sind mit den nötigen Techniken, Schutzvorkehrungen sowie den aktuellen Vorschriften vertraut. Erkundigen Sie sich daher nach den vorhandenen Qualifikationen (Zertifikate) zum "Erkennen, Bewerten und Sanieren von Schimmelschäden".