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Mit Prüfzeichen und Wasserschutzsystem auf Nummer sicher gehen

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Auf Prüfzeichen achten

Verbraucher sollten darauf achten, dass das Gerät ein Sicherheitszeichen wie das CE-, GS- und VDE- Zeichen hat.

  • CE ZeichenCE-Zeichen: Alle Waschmaschinen auf dem deutschen Markt müssen dieses Siegel tragen, doch damit verpflichtet sich der Hersteller lediglich, die Mindestanforderungen des Geräte- und Produkt-Sicherheitsgesetzes einzuhalten. Sicherheitsmängel sind trotzdem nicht auszuschließen, zumal das Zeichen von Herstellern und Importeuren ohne jegliche Kontrolle in eigener Regie vergeben wird.
  • GS Geprüfte SicherheitGS-Zeichen: Das GS-Zeichen ist ein freiwilliges Zeichen und steht für "geprüfte Sicherheit", basierend auf dem Geräte- und Produkt-Sicherheitsgesetz. Bei dem Zeichen werden die gleichen Kriterien wie beim CE-Zeichen berücksichtigt. Allerdings kontrolliert eine zugelassene, unabhängige Prüfstelle, ob die europäischen Sicherheitsnormen eingehalten werden. Dazu gehören auch Untersuchungen, wie strapazierfähig die Geräte sind. Das GS-Zeichen ist damit ein verlässliches Kennzeichen für die Sicherheit von Produkten.
  • DVE LogoVDE-Zeichen: Dieses wird vom Verband Deutscher Elektriker vergeben und signalisiert elektronische Sicherheit bei sachgemäßem Gebrauch. Schadstoffe werden nicht berücksichtigt.


Waschmaschinen mit integriertem Wasserschutzsystem

Moderne Waschmaschinen mit einem integrierten Wasserschutzsystem bieten praktisch hundertprozentigen Schutz vor Wasserschäden. Insbesondere wenn die Maschine in der Wohnung stehen soll, ist ein solcher Schutz zu empfehlen. Es gibt zweifache Sicherheit gegen Wasserschäden: gegen Überlaufen und undichte Stellen des Gerätes sowie gegen Platzen des Zulaufschlauchs.

Je nach Hersteller gehören dazu folgende Schutzfunktionen:

  • Ein elektrisches Sicherheitsventil am Wasserhahn stoppt direkt die Wasserzufuhr, wenn der Zulaufschlauch platzt oder ein Leck im Gerät entsteht.
  • Ein zweiter Schlauch umhüllt den Zulaufschlauch und leitet bei undichtem Innenschlauch das austretende Wasser in die Bodenwanne der Maschine.
  • Wird die Maschine undicht, soll die Bodenwanne das überlaufende Wasser auffangen. Dort befindet sich ein Sicherheitsschalter, der bereits bei kleinen Wassermengen einen Kontakt auslöst, der den Wasserzulauf schließt und die Pumpe aktiviert.
  • Sobald das Wasser in der Trommel ein bestimmtes Niveau erreicht hat, stoppt ein Niveauschalter den Wasserzulauf. Fällt der aus, schaltet sich automatisch die Entleerungspumpe ein. Auch wenn das Magnetventil am Wassereinlass klemmt oder nicht richtig schließt und deswegen ständig Wasser nachläuft, sorgt der Niveauschalter für das Abpumpen des Wassers.

 

Während normalerweise der Wasserhahn nach dem Waschen immer geschlossen werden muss, kann er bei Geräten mit integriertem Wasserschutzsystem offen bleiben. Sollte trotzdem ein Schaden entstehen, haftet der Hersteller oder eine Versicherung tritt ein.

Bei Waschmaschinen ohne integriertes Sicherungssystem kann eine Wassersicherung zwischen Wasserhahn und Zulaufschlauch angebracht werden. Fast alle externen Vorrichtungen beschränken sich allerdings auf einen begrenzten Sicherungsbereich.

  • Schlauchplatz- und Sicherheitsventile sichern nur den Zulaufschlauch. Die preiswerten und einfach zu montierenden Ventile sprechen je nach Ausführung an, wenn eine bestimmte Durchflussgeschwindigkeit (z.B. bei geplatztem Schlauch) oder eine bestimmte Wassermenge überschritten wird. Bei den Sicherheitsventilen können bis zu 50 Liter Wasser auslaufen, ehe die Wasserzufuhr schließt. Bei undichter Waschmaschine besteht kaum Schutz.
  • Die sichereren aber teureren Systeme mit Sensoren sollen die Strom- und Wasserzuführung der Waschmaschine stoppen, sobald der am Boden verlegte Sensor austretendes Wasser registriert. Das funktioniert bei Schlauchschäden und undichter Maschine unter der Voraussetzung, dass der Sensor richtig platziert ist, z.B. ein mögliches Bodengefälle beachtet wird.


Tipps für einen sicheren Umgang:

  • Waschen Sie nur unter Aufsicht.
  • Nach Beendigung des Waschvorgangs sollten Sie immer den Wasserhahn zudrehen, damit der Schlauch nicht unter Druck steht.
  • Es empfiehlt sich, gelegentlich die Anschlussschläuche der Maschine zu überprüfen und die Dichtheit der Armaturen zu kontrollieren.
  • Zusätzlich schützt eine Versicherung bei Wasserschäden.