Vorsicht bei Anrufen für Pflege-Angebote

Stand: 07. Juni 2025

Hier erklären wir:
Anrufe zu Pflege-Angeboten
Nicht zusagen

Die Verbraucherzentrale wünscht sich, 
dass alle Menschen die Informationen auf der Internet-Seite gut verstehen können.
Deswegen gibt es die Informationen jetzt auch in Leichter Sprache.

Dieser Text ist eine Zusammenfassung von einem längeren Text.
Das heißt: Es gibt noch weitere Informationen zu diesem Thema.
Den längeren Text finden Sie hier: Pflegebedürftig? Diese Verkaufsmaschen sollten Sie kennen! 

 

Anrufe bei pflege-bedürftigen Menschen

Manche Menschen brauchen Pflege.

Diese Menschen sind oft alt und allein.

Manche Firmen rufen diese Menschen an.

Die Firmen wollen den Menschen etwas verkaufen.

Diese Leute bieten Schulungen für Pflege an

Oder Hilfsmittel für die Pflege

Oder Sachen für die Sauberkeit.

Firmen dürfen das nicht

Diese Firmen rufen einfach an.

Sie fragen vorher nicht. 

Das dürfen die Firmen nicht. 

Die Hilfs-Angebote sind eigentlich kostenlos.

Diese Leute schicken aber eine Rechnung.

Die muss dann die Pflege-Kasse bezahlen. 

Das ist nicht gut. 

Was tun bei diesen Anrufen?

Wenn Sie wegen Pflege-Angeboten angerufen werden

von unbekannten Leuten

dann legen Sie sofort auf.

Damit Sie nicht mit den Leuten reden 

und den Angeboten nicht zustimmen.

Wenn Sie zugestimmt haben 

Wenn Sie doch zugestimmt haben

dann bekommen Sie vielleicht eine E-Mail.

Oder Sie bekommen einen Brief von diesen Leuten.

Oder Sie bekommen jeden Monat eine Kiste.

Darin sind Hilfs-Mittel für Pflege.

Schnell kündigen 

Dann müssen Sie den Vertrag schnell kündigen.

Die Adresse für die Kündigung steht in dem Brief oder in der E-Mail.

Sie finden einen Text für die Kündigung auf unserer Internet-Seite.

Klicken Sie hier: Musterbrief, um der Lieferung von Pflegeboxen zu widersprechen.

Das ist kostenlos.

Dieser Brief ist nicht in leichter Sprache geschrieben. 

Lassen Sie sich dabei helfen. 

So bekommen Sie Hilfe


Die Fach-Leute von der Verbraucher-Zentrale können helfen.

Sie können zu einer Beratungs-Stelle gehen. 

Die finden Sie bei der Verbraucher-Zentrale in Ihrer Stadt. 


Die Bilder sind von © Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers
 

Der Text wurde von der KI SUMM AI GmbH, Tal 44, 80331 München übersetzt

und von in der VZ-RLP redaktionell bearbeitet. 

Besonders wichtig: Pflegebedürftige sollten die offizielle Pflegeberatung zu Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen, um sich genau zu informieren. Diese gibt es in jeder Kommune. Anschriften erfahren Sie bei der Pflegekasse. Die Beratung ist kostenfrei und kann mehrfach genutzt werden, vor Ort, telefonisch oder als Hausbesuch. Mit diesem Wissen können unseriöse Angebote abgelehnt und stattdessen Leistungen seriöser Anbieter genutzt werden.

Woher kommen die Daten?

Bisher ist nicht klar, woher die Anrufer:innen die Daten der Betroffenen haben. Diese haben jedoch das Recht, darüber von den Firmen aufgeklärt zu werden. Daher sollten die Anbieter schriftlich aufgefordert werden, Auskunft nach Artikel 15 DSGVO über die gespeicherten Daten zu erteilen und die Daten zu sperren, damit sich solche Werbeanrufe nicht wiederholen. Informationen und Musterbriefe finden Sie hier. Außerdem sollten Betroffene die Masche bei der Landesdatenschutzbehörde melden. Gegebenenfalls kann auch eine Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

Die Masche mit Pflegekursen

Pflegekurse werden von den Pflegekassen kostenlos angeboten. Dort erhalten pflegende Angehörige praktisches Wissen rund um die Pflege und können gezielt eigene Fragen einbringen. Oft werden auch Pflegetechniken vermittelt, um die häusliche Pflege zu erleichtern und Informationen zur Organisation der Pflege und zu Beratungsmöglichkeiten in der Nähe gegeben. Dies kann dazu beitragen, pflegende Angehörige zu entlasten. Die konkreten Angebote können Sie bei Ihrer Pflegekasse erfragen. 

Bei der Verbraucherzentrale beschweren sich aber auch immer wieder Betroffene, dass sie ungefragt von den Kursanbietern angerufen werden und ihnen ein Pflegekurs angeboten wird, auch wenn sie ihn eigentlich nicht brauchen. Die Anrufer:innen fragen nach der Pflegekasse und der entsprechenden Versichertennummer. Darüber rechnen die Anbieter dann mit der Pflegekasse ab. Bei solchen Anrufen sollten Betroffene sofort auflegen und nichts abschließen!

Die Masche mit Pflegeboxen

Bei dieser schon länger bekannten Variante melden sich Anrufer:innen teilweise angeblich "im Auftrag der Pflegekasse" oder nutzen ähnlich klingende Namen wie "Pflegeservice". Ziel ist, sogenannte "Pflegehilfsmittel zum Verbrauch" zu verkaufen. Das können Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel oder ähnliches sein. Diese Produkte sollen die Pflege zuhause für die Angehörigen erleichtern. Die Pflegekassen erstatten je nach Bedarf bis zu 42 Euro im Monat. Die Anbieter bestellen die Pflegehilfsmittel im Namen der Betroffenen und lassen sich den monatlichen Betrag von der Kasse erstatten. Die Betroffenen erhalten die Hilfsmittel, brauchen sie aber in der Regel gar nicht. Nutzen Sie unseren Musterbrief, um der Lieferung von Pflegeboxen zu widersprechen. Eine konkrete Warnung lesen Sie hier.

Die Masche mit Nahrungsergänzungsmitteln

Bei diesen Anrufen werden Menschen mit der Aussage "Sie haben doch Diabetes" konfrontiert. Im Laufe des Gesprächs wird ihnen ein Nahrungsergänzungsmittel angeboten, das gegen Insulinresistenz helfen und binnen zwei bis drei Wochen den Blutzuckerspiegel normalisieren soll. Dafür bräuchte es nur zwei Kapseln pro Tag - was doppelt so viel ist, wie als Tagesdosis auf der Packung steht. Die bisher eingenommenen Diabetesmedikamente wie Metformin könne man schon nach dem ersten Tag weglassen. Ähnliche Versprechungen beobachtet die Verbraucherzentrale NRW auch vermehrt auf dubiosen Internetseiten.

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