Kostenfallen für Verbraucher

Der Weltverbrauchertag am 15. März 2020 steht bei der Verbraucherzentrale Bremen unter dem Motto: „Kostenfallen durch ungewollte oder aufgedrängt Verträge“ vermeiden.
Sogenannte Kosten- oder Abofallen im Internet haben in letzter Zeit stark zugenommen und unseriöse Unternehmen täuschen die Verbraucherinnen und Verbraucher bewusst über die Kostenpflichtigkeit ihrer Produkte. Die Verbraucherzentrale Bremen beobachtet häufig, dass unverbindliche Gewinnspiele oder Umfragen dafür genutzt werden, den Menschen ungewollte Verträge unterzuschieben. Die Erwartungshaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher, das Angebot sei entgeltfrei, nutzen die Unternehmen aus.

Vertrag Lupe Bleistift
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Wir stellen hier die typischen Verbraucherfallen vor:

Kostenfalle am Telefon: Gewinnspiel oder Umfrage

Werbeanrufe sind zwar nicht erlaubt, aber als Umfrage getarnt, klingelt es zum Ärger vieler Verbraucher ziemlich oft am Telefon. Geben Sie Unbekannten am Telefon niemals Name, Adresse, Bankverbindung, Zählernummer und Zählerstand, Kunden- oder ihre Vertragsnummer. Sonst kann es schnell passieren, dass Dritte ihren Strom-, Gas- oder Telekommunikations- Anbieter unbefugt für Sie wechseln.
Hier finden Sie einen Film der Verbraucherzentrale Bremen, der zur Rechtslage bei Werbeanrufen aufklärt.

Kostenfalle Handyabo und In-App-Käufe

Auf dem Handy oder Smartphone entpuppen sich so genannte Drittanbieterabos oder In-App-Käufe als überraschende Kostenfallen. Genaueres lässt sich anhand der Abrechnung kaum feststellen. Für einen besseren Schutz sollte die Drittanbietersperre standardmäßig voreingestellt und In-App-Käufe deaktiviert sein.

Kostenfalle: Handwerkernotdienste

Haben Sie sich ausgesperrt oder ist ausgerechnet am Wochenende die Toilette verstopft, sollten Sie nicht in Hektik verfallen und den erstbesten Notdienst anrufen. Denn dann kann es teuer werden. Haben Sie besser eine Nummer eines seriösen Handwerkernotdienstes griffbereit in der Geldbörse oder im Mobiltelefon eingespeichert. 
 

Kostenfalle Restschuldversicherung

Bei Ratenkrediten wird den Verbraucherinnen und Verbrauchern häufig eine sogenannte Restschuldversicherung mitverkauft. Sie bekommen zu einem Kredit ein völlig überteuertes Produkt mit einem lückenhaften Versicherungsschutz. Hier konnte die Verbraucherzentrale Bremen bereits vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen.
 

Schock durch Inkassoforderung

Häufig erst wenn die Rechnung oder eine Inkassoforderung ins Haus flattert, folgt das böse Erwachen durch den ungewollten Vertragsabschluss. Einer Inkassoforderung sieht man nicht auf den ersten Blick an, ob sie berechtigt ist oder nicht. Aus Unkenntnis der Rechtslage zahlen viele Verbraucherinnen und Verbraucher dann, weil sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
Der finanzielle Schaden der den Verbraucherinnen und Verbrauchern entsteht, lässt sich im Nachgang meist nur mit großem Aufwand ausgleichen. Mithilfe der fachkundigen Juristen der Verbraucherzentrale Bremen, lassen sich häufig einige Kosten reduzieren sogar ganz streichen.