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Die verschiedenen Waschprogramme

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Sie haben bei modernen Waschmaschinen eine große Auswahl an Spezialprogrammen. Lesen Sie in der Bedienungsanleitung Ihrer Waschmaschine nach, für welche Wäscheart sich die Waschprogramme eignen.

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In jedem Kleidungsstück, aber auch an allen anderen Textilien, finden Sie ein Waschlabel mit Waschsymbolen, die angeben, wie das Textil gewaschen werden soll, damit es nicht einläuft oder sich ggf. verfärbt. Diese Symbole finden Sie teilweise auch auf Waschmaschinen.

Zu den Grund­programmen, die jede Wasch­maschine bietet, zählen Koch- und Bunt­wäsche, Pflegeleicht-, Fein- und Woll­programme. Darüber hinaus gibt es jede Menge Sonder­programme, die eine Maschine verteuern können. Welche Sie brauchen, richtet sich nach Ihren Textilien und nach Ihren Gewohn­heiten. Viele Programme zu haben, muss nicht unbedingt von Vorteil sein. Wer seine Schmutzwäsche nicht sorgfältig sortiert, hat kaum Nutzen von der Programmvielfalt. Braucht man wirklich ein Extra-Programm für Turn­schuhe, oder gar ein Imprägnierprogramm für Outdoorbekleidung?

Die Waschprogramme sind auf Material, Färbung und Verschmutzung der Textilien abgestimmt. Sie unterscheiden sich im wesentlichen durch Wassermenge, Temperatur, Waschmechanik, Spülgänge und wie stark die Wäsche geschleudert wird.

  • Koch- und Buntwäsche: Das Koch- und Buntwäscheprogramm (Normalprogramm) besteht aus Hauptwäsche, Spülen, und Schleudern. Die Vorwäsche ist eine Zusatzfunktion und separat wählbar. Es wird mit der maximalen Füllmenge, z.B. mit 7 kg Wäsche gewaschen. Das Waschprogramm dauert dann mind. 120 Minuten. Bei sehr energiesparenden Modellen kann dieses Programm aber auch 200 und mehr Minuten dauern.
    Die Hauptwäsche wird mit niedrigem Wasserstand und normaler Trommelbewegung durchgeführt. Ist die gewählte Temperatur erreicht, läuft bei einigen Geräten automatisch kaltes Wasser zu. Die Lauge wird dadurch verdünnt und abgekühlt.
    Danach wird die Lauge durch zwei bis sechs Spülgänge aus der Wäsche entfernt. Teilweise ist es möglich, zusätzlich einen Spülgang zuzuschalten oder das Spülniveau zu erhöhen. Das ist sinnvoll bei sehr weichem Wasser, Allergikern oder besonders empfindlichen Textilien. Das Waschprogramm endet mit dem Schleudergang und evtl. mit Auflockern der Wäsche zum Knitterschutz.
  • Pflegeleichtwäsche: In diesem Programm darf die Maschine nur zur Hälfte beladen werden, Bedienungsanleitungen geben sogar nur 2 kg an (bei 7 kg maximaler Füllmenge), damit die Wäsche locker in der Trommel liegt. Der Waschgang erfolgt bei reduzierter Trommelbewegung mit drei Gängen bei hohem Wasserstand. Bei der Programmwahl kann man entscheiden, ob die Wäsche im Spülbad liegen bleiben (Vermeidung von Knitterfalten) oder kurz geschleudert werden soll.
  • Feinwäsche: Füllmenge max. halbe Beladung der Maschine. Waschgang und Spülgänge werden bei hohem Wasserstand mit reduzierter Trommelbewegung durchgeführt, um die mechanische Belastung möglichst gering zu halten. Spülstop und Kurzschleudern ähneln dem Pflegeleicht-Programm. Während der Spülgänge wird nicht zwischengeschleudert.
  • Wollprogramm: Geeignet für maschinenwaschbare Wolle mit entsprechender Kennzeichnung. Bei Wasch- und Spülgängen wird die Mechanik stark reduziert und die Wollfaser bei verringertem Wasserstand geschont. Da nasse Wolle sehr bewegungsempfindlich ist, bleibt die Trommel während der Aufheizphase zeitweise stehen.
  • Handwäsche: Für schlecht gefärbte Textilien sowie Teile aus Wolle und Seide wird häufig Handwäsche empfohlen. Mit diesem Programm kann auch handwaschbare Wolle maschinell gewaschen werden. Die Bewegungen sind noch geringer. Die Trommel bewegt sich schneller, wodurch sich die Wäsche an die Trommelwand legt und nicht so häufig fällt. Wer Wäsche mit der Hand wäscht, sollte zügig arbeiten, damit die Teile nicht lange in der Lauge liegen. Wolle darf man nicht reiben oder wringen, wohl aber in der Waschmaschine kurz anschleudern.
  • Energiesparprogramm: Programme zur Senkung des Stromverbrauchs sind mittlerweile Standard. Sie verlängern die Einwirkzeit der Lauge teilweise erheblich, wodurch die Wäsche auch bei niedrigen Temperaturen - also mit geringerem Stromverbrauch - sauber wird. Diese Funktion ist meistens durch eine Taste wählbar oder grundsätzlich in das Programmangebot integriert. Diese Programme sollten vorzugsweise genutzt werden, da sie viele Ressourcen sparen.
  • Kurzprogramm: Programm für nur leicht verschmutzte Wäsche, bei dem verschiedene Programmabschnitte zeitlich verkürzt sind. Es spart aber nur dann Energie ein, wenn eine geringe Temperatur gewählt wird.
  • Einweichprogramm: Separates Programm oder verlängerte Einweichphase für besonders stark verschmutzte und/oder verfleckte Wäsche. Es wird bis maximal 40 Grad °C aufgeheizt und dauert ca. ein bis zwei Stunden.