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Sprit sparendes Fahren

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Je nach Fahrzeug und Fahrverhalten können bis zu 30 Prozent Kraftstoff eingespart werden. Zehn Tipps helfen, Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen zu schonen.

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Vernetztes Fahren

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Rund 35 Milliarden Liter Kraftstoff verbrauchen nach Angaben des Statistischen Bundesamts Deutschlands private Pkw im Jahr. Während die Umwelt und das Weltklima unter dem hohen Ausstoß an Schadstoffen und Kohlendioxid (CO2) ächzen, stöhnen Autofahrer beim Blick auf die schnell wechselnden Spritpreise. Doch je nach Fahrzeug und Fahrverhalten können bis zu 30 Prozent Kraftstoff eingespart werden. Zehn Tipps helfen, Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen zu schonen.

1. Unnötigen Ballast im Auto vermeiden

Spritsparen beginnt schon vor dem Losfahren. Entrümpeln Sie Ihren Kofferraum, denn jedes zusätzliche Kilogramm Gewicht erhöht den Verbrauch des Autos. Selbst ein unbeladener Skihalter erhöht den Verbrauch eines Mittelklassewagens um etwa einen Liter. Lagern Sie Ihren Dachgepäckträger daher besser im Keller als auf dem Autodach.

2. Reifen mit geringem Rollwiderstand fahren

Verwenden Sie Leichtlaufreifen! Kontrollieren Sie regelmäßig den Reifendruck und und fahren Sie immer mindestens mit dem Druck, den der Autohersteller für das vollbeladene Fahrzeug bei Höchstgeschwindigkeit empfiehlt! Oft sind auch 0,2 bar mehr Druck als Abweichung vom Komfortdruck möglich. Dem etwas geringeren Fahrkomfort stehen ein deutlich geringerer Verbrauch, weniger Schadstoffe, mehr Bremssicherheit und auch weniger Reifenverschleiß gegenüber. Denken Sie auch daran, rechtzeitig von Winter- auf Sommerreifen zu wechseln! Übrigens: Breitreifen erhöhen den Spritverbrauch.

3. Kurzstrecken vermeiden

Auf den ersten ein bis zwei Kilometern verbraucht ein kalter Motor bis zu 35 Liter pro 100 Kilometer; zudem ist der Verschleiß außerordentlich hoch. Nahezu effektlos, besonders schädlich für Motor und Umwelt sowie nach der Straßenverkehrsordnung auch verboten: Warm laufen lassen im Stand. Am schonendsten erreicht der Motor seine Betriebstemperatur, wenn es sofort nach dem Motorstart losgeht und spritsparend gefahren wird. Lassen Sie beim Ölwechsel synthetische Leichtlauföle einfüllen! Diese haben bessere Schmiereigenschaften. Das schützt vor Verschleiß und senkt den Verbrauch.

4. Niedrigtourig fahren

Entgegen aller Gerüchte gilt für alle Autos, die in den letzten zwanzig Jahren gebaut wurden: Je niedrigtouriger und je gleichmäßiger Sie fahren, desto besser, sparsamer und Motor schonender. 2.000 Umdrehungen pro Minute (U/min) reichen im Stadtverkehr aus.

5. Schnell schalten

Schalten Sie schon nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang. Im zweiten und dritten Gang kräftig Gas geben und spätestens bei 2.000 Umdrehungen pro Minute in den nächsten Gang hoch schalten. Fahren Sie stets im höchstmöglichen Gang, das schont den Motor und ist hörbar leiser. Sie können bei Tempo 30 den dritten, bei 40 den vierten und bei 50 den höchsten Gang einlegen.

6. Vorausschauend gleiten

Jedes Anfahren und Beschleunigen verbraucht viel Sprit. Fahren Sie daher vorausschauend und halten Sie reichlich Abstand zum Fahrzeug vor Ihnen - so gleiten Sie sicher im Verkehr mit. Nutzen Sie klug den Schwung Ihres Autos: Ist das Hindernis, z.B. eine rote Ampel, weit entfernt: Kupplung treten und Gang raus. So können Sie mit niedrigem Leerlaufverbrauch weiterrollen. Bei kurzem Weg nehmen Sie sofort den Fuß vom Gas und fahren mit eingelegtem Gang Richtung Ampel. Die Schubabschaltung stoppt die Spritzufuhr komplett, der eingelegte Gang bremst den Wagen allmählich ab.

7. Richtig bremsen

Dass es notwendig sei, den Motor zum Mitbremsen einzusetzen, ist ein Mythos aus den Zeiten der Trommelbremse. Zurückzuschalten, um das Fahrzeug damit abzubremsen, ist nur bei starkem Gefälle angebracht. Doch zum Verzögern aus hoher Geschwindigkeit lohnt es sich, den 4. oder 5. Gang eingelegt zu lassen und den Fuß komplett vom Gas zu nehmen: In diesem Schubbetrieb stoppt die Schubabschaltung des Motors die Spritzufuhr komplett.

8. Gemäßigtes Tempo im Überlandverkehr

Auch für Fahrten auf Landstraße und Autobahn gilt - je niedriger die Drehzahl und damit das Tempo, desto niedriger der Verbrauch. An folgenden Werten kann man sich orientieren: Auf Landstraßen maximal 80 km/h, auf Autobahnen maximal 120 km/h. Bei einer Geschwindigkeit über 100 km/h steigt der Spritverbrauch überproportional an.

9. Stromfresser ausschalten

Schalten Sie bei der Fahrt elektronische Extras nur bei Bedarf an! Eine eingeschaltete Klimaanlage kann den Verbrauch im Stadtverkehr um bis zu 1,8 Liter pro 100 Kilometer erhöhen; der Leerlaufverbrauch steigt sogar bis zu zwei Drittel an. Denken Sie daran, Stromfresser wie die Heckscheibenheizung auch wieder auszuschalten!

10. Motor ausschalten

Wenn sich absehen lässt, dass Sie an einer roten Ampel oder am Bahnübergang mehr als zehn Sekunden stehen, lohnt sich das Abstellen des Motors. Beim anschließenden Motorstart auf keinen Fall Gas geben!