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So erhöhen Sie den Datenschutz bei Twitter

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nutzen Sie Twitter, sollten Sie die Standard-Einstellungen für den Datenschutz ändern.
  • Wir geben Empfehlungen und zeigen Schritt für Schritt in Bildern, wo Sie die Einstellungen vornehmen.
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Seit dem 18. Juni 2017 ignoriert Twitter nach eigener Aussage die "Do not track"-Funktion eines Browsers. Die lässt sich in den Einstellungen des Internetprogramms aktivieren und soll eigentlich bewirken, dass Internetseiten die Aktivitäten des Nutzers im Netz nicht verfolgen.

Um zu verhindern, dass Twitter Ihre Web-Aktivitäten verfolgen kann, müssen Sie die Einstellungen ändern. Denn standardmäßig ist die Verfolgung aktiviert. Welche Einstellungen Sie vornehmen können und welche wir empfehlen, lesen Sie unter den Bildern:

Screenshot Twitter: Einstellungen und Datenschutz öffnen

Klicken Sie auf Ihr Profilbild und dann auf Einstellungen und Datenschutz. Der gleiche Weg gilt für die Twitter-Apps auf Android- und iOS-Geräten.

Screenshot Twitter: Datenschutz und Sicherheit

Privatsphäre beim Twittern: Aus. Es sei denn, Sie möchten, dass nur von Ihnen ausgewählte Twitter-Nutzer Ihre Tweets sehen.
Standort twittern: Aus. Andernfalls kann jeder öffentlich sehen, an welchem Ort Sie Ihren Tweet abgesetzt haben.
Foto-Markierungen: Niemandem erlauben. Andernfalls können die ausgewählten Personen (denen Sie folgen oder alle Twitter-Nutzer) Ihren Twitter-Namen mit Fotos verknüpfen. Sie werden über neue Markierungen benachrichtigt.
Auffindbarkeit: Aus. Es sei denn, Sie möchten, dass Twitter Ihr Profil anzeigt, wenn jemand Ihre E-Mail-Adresse oder Telefonnummer aus seinen Kontakten zu Twitter hochgeladen hat. Mehr dazu im nächsten Punkt.
Adressbuch: Hierüber besteht die Möglichkeit, im Smartphone, Computer oder anderswo gespeicherte Kontaktdaten auf die Twitter-Server hochzuladen. Hierdurch können jedoch Kontakte betroffen sein, die ihre Daten nicht mit Twitter teilen möchten. Deshalb empfehlen wir, keine Kontakte hochzuladen. Sollte das schon geschehen sein, lesen Sie unter Bild 5, wie Sie die Einträge wieder entfernen.
Individualisierung und Daten: Aus. Details dazu unter Bild 4.

Screenshot Twitter: Datenschutz und Sicherheit

Individualisierung und Daten: Aus. Details dazu unter Bild 4.
Twitter für Teams: Nicht jedem erlauben, mich zu dessen Team hinzuzufügen. Es sei denn, Sie benötigen diese Funktion z.B. beruflich.
Direktnachrichten: Sie können entscheiden, ob Ihnen jeder beliebige Twitter-Nutzer eine direkte Nachricht senden darf. Wenn Sie das nicht möchten, entfernen Sie den Haken. Darunter legen Sie fest, ob andere Twitter-Nutzer Sie zu Gruppen hinzufügen dürfen oder nicht. Da das in der Standardeinstellung jeder ohne Ihre vorherige Zustimmung machen könnte, empfehlen wir, hier einen Haken zu setzen. Bei Lesebestätigung senden/empfangen sollten Sie den Haken entfernen, wenn Sie anderen nicht zeigen möchten, wann Sie eine Nachricht gelesen haben.
Suchen: Hier können Sie die Ergebnisse der Twitter-Suche etwas beeinflussen, u.a. sensible Inhalte ausblenden. Was Twitter unter sensiblen Inhalten versteht, erklärt der Kurznachrichtendienst in seinem Hilfebereich.
Tweets mit Medien: Sie können auswählen, ob Twitter Ihnen Tweets mit sensiblen Inhalten generell anzeigen soll oder nicht. Und Sie können Medien (also Fotos, Videos etc.), die Sie twittern, als sensibel kennzeichnen.

Screenshot Twitter Individualisierung

Über den Link "Bearbeiten" bei Individualisierung und Daten gelangen Sie auf diese Einstellungsseite. Wir empfehlen hier, alles zu deaktivieren. Die Einstellungen beziehen sich nicht nur auf Werbung, sondern auch auf die Auswahl der angezeigten Tweets in Ihrer Timeline und Vorschläge für neue Follower. Was die einzelnen Punkte bedeuten:
"Personalisierte Anzeigen" steuert, ob die Werbung auf Twitter und auf anderen Internetseiten anhand Ihrer Aktivitäten bei Twitter ausgewählt werden sollen. Ist dies deaktiviert, sehen Sie zufällig ausgewählte Werbung, die nicht auf Sie zugeschnitten ist.
Wenn Sie "Basierend auf deinen Apps personalisieren" aktiviert haben, kann Twitter auf Ihren Smartphones, Tablets und anderen Geräten prüfen, welche Apps installiert sind und kann diese Infos dazu nutzen, seine Werbung an Ihre Vorlieben anzupassen.
"Mithilfe aller Geräte personalisieren" bewirkt, dass Twitter nicht nur Ihre Aktivitäten auf einem Gerät (wie einem Computer), sondern die auf sämtlichen Smartphones, Tablets, Laptops etc., auf denen Sie den Kurznachrichtendienst verwenden, erfassen und zusammenführen kann. "Mithilfe der Standorte personalisieren ..." bedeutet, dass Twitter Ihnen z.B. Werbung von Unternehmen zeigen kann, die sich gerade in Ihrer Nähe befinden.
Wenn "Nachverfolgen, wo du Twitter-Inhalte im Internet siehst" aktiviert ist, kann Twitter erfassen, speichern und auswerten, welche Internetseiten Sie besucht haben, auf denen z.B. Tweets eingebunden wurden.
"Daten über ausgewählte Partnerschaften teilen" sollten Sie deaktivieren. Ansonsten erlauben Sie Twitter, Daten von Ihnen z.B. an Unternehmen weiterzugeben. Welche das im Einzelnen sind, erfahren Sie als Nutzer aus der Einstellung und zugehörigen Erklärung nicht. Dazu bleiben Zweifel, welche konkreten Daten weitergegeben werden können. Zwar sollen die Partner nie die Namen, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer der Nutzer erhalten, heißt es in der Erklärung. Aber das kann sich in Zukunft möglicherweise ändern. Ähnliches hat auch der Messenger WhatsApp behauptet, bis im August 2016 die Nutzungsbedingungen so geändert wurden, dass doch Daten wie die Telefonnummer an Facebook fließen können.

Screenshot Twitter: Einstellung "Freunde finden"

Klicken Sie in den Einstellungen auf "Freunde finden" und dort auf "Kontakte verwalten". Sind dort Einträge vorhanden, löschen Sie sie im Zweifel. Nutzen Sie Twitter als App auf Ihrem Smartphone oder Tablet, prüfen Sie, dass "Kontakte aus Adressbuch synchronisieren" abgeschaltet ist. Wie Sie dorthin gelangen? Tippen Sie Ihr Profilbild an (oder ein kleines Zahnrad daneben) und dann auf "Einstellungen und Datenschutz". Anschließend tippen Sie "Datenschutz und Sicherheit" an und darin "Kontakte". Dort sollte dann kein Haken gesetzt sein.

Und wenn Sie wissen möchten, was Twitter über Sie gesammelt hat und wie der Kurznachrichtendienst Sie charakterisiert, öffnen Sie den Bereich "Deine Twitter-Daten" in den Einstellungen.