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Herzlich willkommen im neuen Internetauftritt der Verbraucherzentrale! Wir haben viel getan - hier stellen wir die Neuerungen vor.

Internetanschluss: So behalten Sie Ihren Datenverbrauch im Blick

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Wer einen Internettarif mit beschränktem Datenvolumen gewählt hat, muss auf seinen Datenverbrauch achten. Das wird jetzt einfacher.

Datenverbrauch im Blick
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Wenn Sie einen Internettarif mit beschränktem Datenvolumen gewählt haben, wird nach Verbrauch des Datenvolumens die Surfgeschwindigkeit entweder bis zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums gedrosselt oder es fallen für weiteres Datenvolumen Zusatzkosten an.

Bei diesen Tarifen ist es besonders wichtig, dass Sie Ihren Datenverbrauch gut im Blick haben. Dies muss Ihr Anbieter nun sicherstellen, indem er Ihnen ermöglicht, sich über eine App oder das Online-Kundencenter mindestens tagesaktuell über den Anteil des bisher im Abrechnungszeitraum verbrauchten Datenvolumens zu informieren.

Sobald 80 Prozent des vertraglich vereinbarten Datenvolumens verbraucht wurde, muss der Anbieter Sie hierauf spätestens nach Beendigung der aktuellen Datenverbindung hinweisen. Nach Ende eines Abrechnungszeitraums muss der Anbieter Sie zudem über das insgesamt verbrauchte und das vereinbarte Datenvolumen informieren.

 

Bis zum 1. Dezember 2017 ist es ausreichend, wenn diese Informationen im Online-Kundencenter auf den Internetseiten des Anbieters abrufbar sind. Nach diesem Zeitpunkt sind diese Informationen zusätzlich im Einzelverbindungsnachweis oder auf der Rechnung aufzuführen.

Behalten Sie Ihren Datenverbrauch von Monat zu Monat im Auge, um bewerten zu können, ob Sie den für Sie optimalen Tarif gewählt haben. Verbrauchen Sie regelmäßig deutlich weniger als das zur Verfügung stehende Datenvolumen, könnte sich bei nächster Gelegenheit die Wahl eines günstigeren Tarifs anbieten.

Haben Sie einen Mobilfunktarif abgeschlossen, bei dem die Kosten für die Internetnutzung nicht (wie bei einer Flatrate) vollständig pauschal abgerechnet werden, drohen hohe Kosten, wenn sich das Gerät beispielsweise ungewollt ins Mobilfunknetz einwählt oder unbemerkt Downloads oder Updates durchführt.

Sie haben einen Anspruch, Ihre Kosten für die mobile Datennutzung zu kontrollieren. Sie können beispielsweise per App oder im Kundenportal eine Höchstgrenze der monatlichen Kosten einstellen. Damit stellen Sie sicher, nach deren Erreichen das Internet nicht mehr ohne weiteres nutzen zu können. Stellt der Anbieter ein übermäßiges oder anormales Verbrauchsverhalten fest, muss er Ihnen zudem kostenlos einen Warnhinweise zukommen lassen. Unterlässt der Anbieter sowohl das Einstellen einer Höchstgrenze als auch den Warnhinweis, darf er Ihnen beim erstmaligen Auftreten eines übermäßigen Datenverbrauchs nur verhältnismäßige Kosten (höchstens 100 Euro) in Rechnung stellen.

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter, wie Sie ungewollt hohe Rechnungsbeträge verhindern können und nutzen Sie zur Verfügung stehende Schutzmaßnahmen.
 

Am 1. Juni 2017 ist die von der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen erlassene "Verordnung zur Förderung der Transparenz auf dem Telekommunikationsmarkt" in Kraft getreten. Die Verordnung gilt gleichermaßen sowohl für Festnetz- als auch Mobilfunkangebote. Ziel der Verordnung ist es, dem Verbraucher die Möglichkeit zu geben, unterschiedliche Produkte zu vergleichen und eine informierte Entscheidung bei der Wahl seiner Telekommunikations-Dienste treffen zu können. Dies soll unter anderem durch die Einführung der oben beschriebenen Informationspflichten erreicht werden.