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Ablehnung von Speisen: Im Kindergarten isst mein Kind alles, zu Hause ist es sehr wählerisch!?
Kinder tragen über ihr Verhalten bei den Mahlzeiten gerne kleine Machtkämpfe aus. Das wählerische Verhalten kann also durchaus eine andere Ursache als die tatsächliche Ablehnung der angebotenen Speise haben.

Vielleicht sucht es nach mehr Aufmerksamkeit während der Mahlzeit. Nehmen Sie an der Mahlzeit aktiv teil, d.h. essen Sie selbst auch mit. Ein gutes Vorbild ist alles!

Die Tatsache, dass Ihr Kind im Kindergarten alles isst, liegt auch am gemeinsamen Erlebnis des Mittagsessens. Beziehen Sie Ihr Kind auch in die Speisenplanung mit ein oder lassen Sie es bei der Zubereitung helfen. Ein Gericht, bei dessen Entstehung Ihr Kind mitgewirkt hat, wird sicher mit viel Stolz und großem Appetit gegessen.

Abwechslung: Wie viel Abwechslung im Wochenspeiseplan ist gut?

Ein Speiseplan sollte sich nicht häufiger als im Vierwochenrhythmus wiederholen.

Acrylamid: Wie gefährlich ist Acrylamid?
Acrylamid entsteht beim Backen, Grillen, Fritieren und Rösten von Kartoffel- und Getreideprodukten.

Acrylamid in Lebensmitteln erhöht potenziell das Krebsrisiko für Verbraucher aller Altersgruppen (besonders Kinder aufgrund ihres geringen Körpergewichts). Glyidamid, eines der hauptsächlichen Stoffwechselprodukte von Acrylamid, ist die wahrscheinlichste Ursache der in Tierversuchen beobachteten Genmutationen und Tumoren ist. Hohe Acrylamidwerte weisen frittierte oder gebratene Produkte auf Kartoffelbasis auf, wie zum Beispiel Chips. In Getreideprodukten wie etwa Kekse, Knäckebrot, Toastbrot oder Cornflakes ist es auch zu finden.

Acrylamid entsteht auch bei der Zubereitung im eigenen Haushalt. Um den Acrylamidgehalt möglichst gering zu halten, sollten die Temperaturen in der Fritteuse nicht über 175° C und im Backofen nicht über 180° C (Umluft) bzw. 200° C (ohne Umluft) liegen. Der Bräunungsgrad sollte maximal goldgelb sein. Je brauner die Pommes oder der Toast sind, desto mehr Acrylamid ist enthalten. Auch die Dicke der Pommes beeinflusst die Acrylamidbelastung. Besser ist es, dicke statt dünne Pommes zuzubereiten. Denn Acrylamid bildet sich an der Außenfläche: Je größer die Oberfläche, desto mehr Acrylamid wird gebildet.

Verzehren Sie hochbelastete Produkte, wie etwa Kartoffelchips oder Pommes frites kaum oder nur selten. Dies empfiehlt sich ohnehin - ganz unabhängig von der möglichen Belastung mit Acrylamid - wegen ihres hohen Fettgehaltes.

Alkohol: Sind Lebensmittel mit Alkohol für Kinder schädlich?
Auf Dauer ja! Gegen Alkohol im Essen sprechen zwei wichtige Gründe: Kinder reagieren wegen ihres geringeren Körpergewichts wesentlich stärker als Erwachsene auf Alkohol und ihre Leber muss sehr viel mehr "Verdauungsarbeit" leisten.

Außerdem können sich Kinder, auch wenn der Alkohol sich zum Teil beim Kochen, Backen oder Braten verflüchtigt, an den Geschmack gewöhnen und später unter Umständen leichter "auf den Geschmack" kommen.

Allergie: Kann die Kita verbieten, eigenes Essen mitzubringen?
Liegt nachweislich eine Allergie vor, sollte in einem Gespräch mit der Kitaleitung oder den Erzieher/-innen nach einer individuellen Lösung gesucht werden. Das kann die Berücksichtigung der Allergie in der Speisenplanung oder auch das Mitbringen von eigenen Speisen sein.
Allergie: Muss Kindern bei einer Allergie eigenes Essen mitgegeben werden?
Wurde vom Kinderarzt eine Allergie festgestellt, sollte in der Kita eine entsprechende Bescheinigung vorgelegt werden.

Je nachdem welche Allergie beim Kind vorliegt, kann man bei der Speisenplanung darauf Rücksicht nehmen, oder vereinbaren, dass ein mitgebrachtes Gericht aufgewärmt wird. Liegt beispielsweise eine Allergie gegenüber Nüssen vor, so kann dies bei der Speisenplanung berücksichtigt werden.

Wichtig ist, dass für die Kita ein Informationsblatt mit der Auflistung der zu meidenden Lebensmittel, oder auch Ersatzlebensmitteln erstellt wird. Informationen für Erstmaßnahmen im Notfall und die Telefonnummer einer Ansprechperson sollten dort ebenfalls enthalten sein.

Allergien: Darf ich für spezielles Essen für Allergiker einen Zusatzbeitrag nehmen?
Je nach Art der Allergie ergibt sich durch die notwendige Anpassung des Speiseplans für die Kindertageseinrichtung bzw. den Caterer vielleicht ein Mehraufwand in personeller und finanzieller Hinsicht. Insofern wäre ein Zusatzbeitrag eventuell gerechtfertigt.

Nichtsdestotrotz sollten diese Mehrkosten im Sinne der Inklusion über eine Mischkalkulation ausgeglichen werden. Schließlich zahlen Eltern von 3-jährigen Kindern auch den gleichen Essensbeitrag wie die von 6-jährigen Kindern, obwohl die verzehrten Mengen sehr unterschiedlich sein werden.

Schon bei der Auswahl des Caterers sollte darauf geachtet werden, dass es die Möglichkeit gibt, Speisen für Allergiker zu erhalten. Für die Verpflegung von Kindern mit Allergien sind jeweils individuelle Absprachen zwischen den Eltern und der Kita-Leitung erforderlich und sinnvoll.

Apfelmus: Gibt es TK Apfelmus?

Bei einigen Caterern findet sich Apfelmus als Tiefkühlangebot. Da Apfelmus durch das Erhitzen bereits konserviert ist, macht es qualitativ keinen Unterschied, ob es in tiefgekühlter Form oder in herkömmlicher Form aus dem Glas angeboten wird. Eine Alternative zu Apfelmus stellt Apfelmark dar, das ohne Zuckerzusatz hergestellt wird. Dieses wird ebenfalls in Gläsern angeboten.

Apfelmus: Gilt Apfelmus als frisch, wenn ich es selbst herstelle?

Da die Äpfel verarbeitet und erhitzt werden, kann Apfelmus nicht als frische Obstportion bezeichnet werden. Damit ist rohes Obst im Ganzen oder in Stücke geschnitten gemeint. Trotzdem ist die eigene Herstellung von Apfelmus oder –kompott sehr zu empfehlen, da ein deutlich geringerer Zuckergehalt gewählt werden kann, als in den meisten industriell gefertigten Apfelmusprodukten vorhanden ist.

Breimenge: Welche Breimengen sind geeignet?
Die Einführung der Beikost erfolgt in kleinen Schritten und beginnt mit einem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, der am Ende als eine Portion mit etwa 180 g zubereitet und angeboten wird.

Die angebotene Menge, steigert sich dann je nach Alter des Kindes. Für ein acht bis zehn Monate altes Kind wäre beispielsweise eine Breimenge von 200-250 g als Mittagsmahlzeit angemessen.

Andere, nach und nach eingeführte Breimahlzeiten, wie der Obst-Getreide-Brei oder der Getreide-Milch-Brei werden Anfangs in Mengen von 210 g bzw. 220 g empfohlen.

Alle vorgeschlagenen Mengenangaben können jedoch nur Richtwerte sein, da jedes Kind individuell nach seinen eigenen Bedürfnissen essen möchte und auch sollte.

Achten Sie daher auf die Signale des Kindes. Hunger zeigt sich häufig durch aufgeregte Arm- und Beinbewegungen und Bewegungen der Hand zum Mund. Das Kind richtet seinen Kopf auf den Löffel aus und öffnet den Mund. Presst das Kind die Lippen zusammen und wendet sich ab oder schiebt den Teller weg, sind dies deutliche Zeichen für die Sättigung. Zu vermeiden ist auch das Füttern mit Ablenkung, da die Kinder dabei häufig mehr essen, als sie eigentlich möchten.

Breirezepte: Wo gibt es geeignete Breirezepte?

Geeignete Breirezepte finden Sie in unserem Ratgeber: Gesunde Ernährung von Anfang an und auf der Internetseite: Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie - www.gesund-ins-leben.de

Brot: Einige Kinder mögen keine Brotrinde. Was kann ich machen?
Das Kauen von Brotrinde hat einen günstigen Einfluss auf die Kaumuskulatur. Daher sollte Brot mit Rinde angeboten werden.
 

Je nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes sollten die Stücke kleiner oder größer sein. Immer wieder angeboten, gewöhnt sich das Kind mit der Zeit an die Brotrinde. Vielleicht ist auch ein beliebter Aufstrich wie z.B. Frischkäse, Quark mit Marmelade, oder einfach Butter ein Anreiz für das Kind.

Cola oder Eistee: Dürfen Kinder Cola oder Eistee trinken?
Colagetränke enthalten nicht unerhebliche Mengen an Koffein und sind daher für kleine Kinder ungeeignet.

Außerdem enthalten sie reichlich Zucker (7 Stücke Würfelzucker pro Glas 0,2 L), Farb- und Aromastoffe und Säuerungsmittel. Vitamine und Mineralstoffe fehlen dagegen völlig.

Light- oder Diätgetränke enthalten zwar keinen Zucker, dafür aber Süßstoffe, die in der Kinderernährung nichts zu suchen haben.

Die sogenannte Kinder-Cola ist zwar koffeinfrei, weist aber den vollen Zuckergehalt auf und ist daher ebenfalls nicht zu empfehlen.

Gute, gesunde und preiswerte Durstlöscher sind Trink- und Mineralwasser sowie verdünnte Obstsäfte.

Hier finden Sie mehr zum Thema Getränke.

Einfrieren: Darf vorgekocht und eingefroren werden?
Dagegen ist nichts einzuwenden. Wichtig ist, dass bei dieser Vorgehensweise die Grundregeln der Hygiene beachtet werden.

Das zubereitete Essen sollte möglichst schnell abkühlen, dann portioniert und eingefroren werden. Die Behälter sind nur bis 2 cm unter den Rand zu befüllen, denn der Inhalt dehnt sich beim Gefrieren aus. Damit sie schnell durchfrieren, werden die Behälter an die kälteste Stelle im Gefriergerät gelegt.

Fertige Speisen sind in der Tiefkühlung bis zu drei Monaten haltbar. Noch ein Tipp: Beschriftete Behälter erleichtern die spätere Verwendung. Am besten Menge, Art und Einlagerungsdatum auf der Packung notieren.

Fischsiegel: Gibt es für Fisch noch ein anderes Siegel als das MSC-Siegel?
Grundsätzlich empfehlen wir den Kauf von Fisch mit dem MSC-Siegel, "Marine Stewardship-Council" für Fisch aus Wildfang. Für Fisch aus Aquakultur gibt es entsprechend des MSC-Siegels das ASC-Siegel.

Weitere Logos, zum Beispiel Biosiegel von Naturland und Bioland, schließen die Kontrolle einer umweltverträglichen Fischzucht ein.

Ein vom WWF herausgegebener "Einkaufsratgeber Fisch" findet sich unter: www.wwf.de

Anfang 2016 hat Greenpeace seinen Fisch-Einkaufsratgeber aktualisiert.

Fischstäbchen: Sind Fischstäbchen gesund?
Kinder lieben Fisch in Form von Fischstäbchen. Und mittlerweile sind diese besser als ihr Ruf.

Sie bestehen weder aus Fischabfällen noch aus minderwertigem Fisch. Fischstäbchen werden meist aus Alaska-Seelachs oder Seelachs hergestellt. Seelachs leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit Jod. Leider enthalten Fischstäbchen durch die Panade, die in der Regel ca. ein Drittel des Fischstäbchens ausmacht und sich beim Braten mit Fett vollsaugt, auch reichlich Fett.

Fünf Fischstäbchen aus der Pfanne bringen so ca. 17 Gramm Fett auf den Teller. Das sind fast 80 % der maximalen Menge an Fett, die ein Kind in einer Hauptmahlzeit essen sollte. Bereiten Sie Fischstäbchen daher besser ohne Zugabe von Fett im Backofen zu. Bieten Sie Ihrem Kind Fisch auch in anderen Zubereitungsarten an.

In Kombination mit Nudeln und der Lieblingstomatensoße oder als Fischburger kommt er vielleicht genauso gut an.

Ein Rezept zum Fischburger finden sie in unseren Rezepten

Fleisch: Welche Menge Fleisch ist richtig für ein 3-jähriges Kind?

Die empfohlene Menge bei Fleisch und Wurst für ein 3-jähriges Kind liegt bei 35 g pro Tag, oder 245 g z.B. aufgeteilt in 3 Fleischmahlzeiten pro Woche á 60 g und ca. 3 Scheiben Wurst als Brotbelag.

Fleischerzeugnisse: Was sind Fleischerzeugnisse?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) definiert Fleischerzeugnisse als verarbeitete Erzeugnisse aus Fleisch, Fleischzubereitungen oder Fleischerzeugnissen. Sie sind so beschaffen, dass bei einem Schnitt durch das Produkt die Merkmale von Fleisch nicht mehr zu erkennen sind.

Diese Eigenschaft kann unter anderem durch Erhitzen oder Reifen erzielt werden. Zu den Fleischerzeugnissen gehören zum Beispiel Pökelfleischerzeugnisse, insbesondere Schinken sowie Wurstwaren, wie Salami, Leberwurst und Bockwurst sowie gestückeltes bzw. durch den Fleischwolf gedrehtes Fleisch, wie Gulasch, Geschnetzeltes und Hackfleisch.

Frühstück: Wie sieht ein gesundes Frühstück in der Kita aus?

Ein gesundes Frühstück besteht aus Getreideprodukten also Brot, Brötchen oder Getreideflocken (möglichst in der Vollkornvariante), Rohkost, Milch als Getränk oder in Form von Joghurt, Quark oder (Frisch-)Käse. Zusätzlich wird ein kalorienfreies Getränk z.B. Kräuter- oder Früchtetee angeboten. Hin und wieder kann das Angebot um Wurst, Eier oder süße Frühstücksprodukte wie Marmelade, Honig o.ä. ergänzt werden.

Frühstück: Wie wichtig ist das Frühstück?
Sehr wichtig, denn durch die Nachtpause sind die Kohlenhydratspeicher der Leber ganz oder größtenteils erschöpft.

Das erste Frühstück zu Hause und das zweite im Kindergarten füllen diese "Löcher" wieder auf. Wenn Ihr Kind gleich nach dem Aufstehen kein üppiges Frühstück oder Müsli mag, sollte das Pausenbrot für Ausgleich sorgen und etwas gehaltvoller ausfallen.

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht ganz ohne Frühstück aus dem Haus geht. Eine Kleinigkeit kann immer gegessen werden, z.B. ein kleines Brot mit Quark oder Käse, ein Stück Obst, eine Tasse Milch oder Kakao.

Hier finden Sie weitere Informationen rund um das Frühstück.

Füttern: Welche Löffel eignen sich zur Breifütterung?
Ein flacher, abgerundeter, weicher Kunststofflöffel ist zur Fütterung mit Brei sehr gut geeignet. Das Kind lernt damit, den Brei mit der Oberlippe vom Löffel zu streichen und dann mit der Zunge nach hinten zu transportieren.

Gelingt das Essen vom Löffel nicht auf Anhieb, versuchen Sie es 1-2 Wochen später nochmals mit der Beikosteinführung. Vielleicht ist Ihr Kind noch nicht so weit in seiner Entwicklung.

Einen Vorgeschmack auf Brei erhalten die Kinder auch, wenn Sie den Brei mit einem Finger auf die Innenseite der Wange streichen. So kann man kleine Kostproben geben und die Kinder auf den Geschmack bringen.

Gemüse: Was kann ich machen, wenn mein Kind kein Gemüse isst?
Isst ihr Kind tatsächlich überhaupt kein Gemüse? Oft werden nur bestimmte Sorten oder Zubereitungsarten abgelehnt, weil es "so hart ist" oder "so komisch schmeckt".

Bieten Sie die verschiedenen Gemüsesorten also in unterschiedlichen Varianten an: Roh mit Dip, im Salat, Auflauf oder Eintopf. Manchmal lässt sich Gemüse auch in pürierten Soßen oder Suppen gut verstecken.
Kinder mögen es auf dem Teller übersichtlich. Wilde Gemüsemischungen werden häufiger abgelehnt als einzelne Komponenten, die sich gut voneinander unterscheiden lassen.
Mag ihr Kind wirklich kein Gemüse, kann der mangelnde Gemüseverzehr für eine gewisse Zeit auch mit einem erhöhten Konsum von Obst und Kartoffeln ausgeglichen werden. Doch langfristig ist der Gemüsekonsum unverzichtbar.

Vertrauen Sie vor allem darauf, dass ihr Kind durch ihr Vorbild und ihre Anleitung lernt, selbst zu entscheiden, welche Komponenten für eine ausgewogene Ernährung wichtig sind.

Getränke: Wie sieht ein gesunder Durstlöscher aus?
Außer Wasser gibt es noch viele andere Möglichkeiten, den Durst möglichst ungesüßt zu löschen.

Versuchen Sie es mit Früchte- oder Kräutertee, Fruchtsaftschorlen im Verhältnis Saft zu Wasser von 1:3 oder Mischungen aus Tee und Saft. Hier finden Sie einige Anregungen zum Flüssigkeitsbedarf bei Kindern.

Ein kleiner Trick, wenn die Komplettumstellung von gesüßten auf ungesüßte Getränke nicht reibungslos klappt: Süßen Sie Tee jeden Tag etwas weniger stark, so fällt die Entwöhnung weniger schwer.

Auch Saftschorlen können zunächst im Verhältnis 1:2 gemischt und dann langsam weiter verdünnt werden. Und zwischendurch sollte immer wieder Wasser angeboten werden; irgendwann kommt jeder auf den Geschmack. Gerade im Sommer können witzig geformte Eiswürfel, in die eventuell sogar noch eine Himbeere o.ä. eingefroren ist, oder bunte Strohhalme das "langweilige" Wasser zusätzlich aufpeppen.

Gewürze: Welche kann ich für 2-jährige Kinder verwenden, welche nicht?
Ab dem 2. Lebensjahr können alle Gewürze wie Salz, Pfeffer, Paprika, Muskatnuss ohne Einschränkung schrittweise eingeführt werden.

Auch Kräuter aller Art sind zum Würzen geeignet. Probieren sie aus, was den Kindern schmeckt.

H-Milch: Kann H-Milch in der Kinderernährung verwendet werden?

H-Milch ist besonders lange und ungeöffnet auch ohne Kühlung haltbar. Sie weist einen leichten Kochgeschmack auf. In der Kinderernährung kann frische, pasteurisierte Milch, aber auch H-Milch verwendet werden, jeweils mit 1,5% Fettgehalt.

Hülsenfrüchte: Was sind Hülsenfrüchte?

Als Hülsenfrüchte bezeichnet man die reifen Samen der Hülsenfrüchtler (Leguminosen) wie z.B. Erbsen, Bohnen, Linsen, Sojabohnen, Kichererbsen und Mungobohnen. Durch ihren hohen Gehalt an Eiweiß, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen leisten sie einen wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung.

Hygiene Sauger: Müssen Sauger noch ausgekocht werden?

Flaschen und Sauger sollten direkt nach jeder Mahlzeit gründlich gespült, sorgfältig gereinigt und anschließend trocken aufbewahrt werden. Gummisauger sollten gelegentlich, z.B. 1 - 2 mal wöchentlich, ausgekocht werden (bei Silikonsaugern nicht erforderlich).

Hygiene Wasser: Muss das Wasser für Säuglingsnahrung vorher abgekocht werden?
Für gesunde Säuglinge ist die Zubereitung von Säuglingsnahrung mit kaltem Wasser und dem darauffolgenden Erhitzen auf die gewünschte Trinktemperatur ohne das vorherige Abkochen des Wassers grundsätzlich empfehlenswert und aus hygienischer Sicht kein Problem.

Wichtig ist, dass die Säuglingsmilch immer kurz vor der Mahlzeit frisch zubereitet wird. Übrig gebliebene Milch sollte am besten sofort entsorgt werden.

Wenn Sie das Wasser dennoch abkochen möchten, achten Sie darauf, es auf 30-40°C abzukühlen. Immer wieder gibt es Verbrühungen bei Säuglingen durch zu heiße Säuglingsmilch aus der Flasche. Der Temperaturtest an Wange oder Handgelenk ist und bleibt eine bewährte Methode, um die optimale Temperatur festzustellen.

Von der Verwendung von Wasserfiltern wird abgeraten, da unser Trinkwasser allgemein eine gute Qualität hat und Wasserfilter eher zur Verkeimung des Wassers beitragen.

Hygiene, Mitarbeiterschulung: Müssen alle Mitarbeiter/-innen einer Kindertageseinrichtung in Sachen Hygiene geschult werden?
Personen, die in der Gemeinschaftsverpflegung tätig sind, benötigen vor erstmaliger Ausübung einer Tätigkeit im Lebensmittelbereich eine Belehrung und Bescheinigung gemäß § 43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz durch ihr Gesundheitsamt (Erstbelehrung).

Nach Aufnahme ihrer Tätigkeit und fortlaufend alle zwei Jahre muss die Belehrung über die Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes wiederholt und die Teilnahme an der Belehrung dokumentiert werden. Diese Folgebelehrungen können durch den Arbeitgeber erfolgen

Kräutertee: Welche Kräutertees dürfen Schwangere und Kleinkinder wie oft trinken?
Schwangere, Stillende und Kinder sollten Kräutertees aus Kamille, Pfefferminze, Melisse, Brennnessel und Fenchel nur in Maßen trinken.

Dies geht aus einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hervor. Eine akute Gesundheitsschädigung ist jedoch unwahrscheinlich. Allerdings könnte ein gesundheitliches Risiko bei längerfristigem Verzehr überdurchschnittlich hoher Mengen Tees mit hohen Gehalten an Pyrrolizidinalkaloiden (PA) bestehen, insbesondere bei Kindern, Schwangeren und Stillenden.

Als überdurchschnittlich hohe Mengen Kräutertee gelten circa drei Tassen Tee à 200 Milliliter pro Tag für Erwachsene (Durchschnittsgewicht von 72 Kilogramm), inklusive Grün- und Schwarztee fünf Tassen pro Tag. Der Normalverzehrer nimmt nur eine Tasse zu sich.

Kinder sind mit einer Tasse à 200 Milliliter Vielverzehrer und mit einer viertel Tasse Normalverzehrer.

Eltern rät das BfR vorerst, ihren Kindern nicht ausschließlich Kräutertees und Tee anzubieten. Wenn Babys und Kleinkinder Kräutertee trinken, genügt eine Dosierung von einem Teebeutel auf einen Liter Wasser.

Kräutertees wie Kamille, Pfefferminze oder Salbei sollten sie nur bei Krankheit nach Rücksprache mit dem Kinderarzt bekommen. Auch Schwangere und Stillende sollten Kräutertees und Tee abwechselnd mit anderen Getränken konsumieren.

Gute Alternativen sind Wasser pur oder aufgepeppt mit Limettenscheiben oder Gurkenstückchen, Früchtetees und Fruchtschorlen. Für Babys geeignet sind abgekochtes Leitungswasser oder Mineralwasser mit der Kennzeichnung "zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet".

Mahlzeiten: Muss ich bei 2-jährigen Kindern genaue Zeiten zwischen den Mahlzeiten einhalten?
Mahlzeiten strukturieren den Tag und ein Kind lernt, dass nicht jedes Bedürfnis zu Essen gleich befriedigt werden muss.

Es gibt Zeiten zum Spielen und Bewegen und Zeiten für Mahlzeiten, die möglichst gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern eingenommen werden. Dieses Muster findet sich auch später in der Kita, in der Schule und als Erwachsener im Berufsleben und damit ist es ein wichtiger Lernprozess für das Kind.

Mikrowelle: Ist das Aufwärmen in der Mikrowelle schädlich?
Nein. Richtig eingesetzt, also vor allem für kleinere Portionen verwendet, hilft das Aufwärmen in der Mikrowelle, Zeit und Geld zu sparen.

Mit einer aus der Mikrowelle erwärmten gesunden Mahlzeit ist Ihr Kind jedenfalls besser versorgt als mit einem Fertiggericht oder frischen Pommes aus dem nächsten Imbiss.

Milch: Mein Kind mag keine Milch - Was ist zu tun?
Bieten Sie Ihrem Kind selbst gekochten weniger gesüßten Kakao, Joghurt oder Dickmilch an.

Oft werden selbst hergestellte Milchmischgetränke mit frischem Obst gerne getrunken. Pürieren Sie Bananen oder Beerenobst mit Milch oder Buttermilch.

Achtung: Fertig zu kaufende Milchmischgetränke enthalten oft viel Zucker, Farb- und Aromastoffe und wenig Frucht. Falls Ihr Kind konsequent auf Milch und Milchshakes verzichtet, können Sie Milch auch gut in Milchreis, Pudding, Pfannkuchen oder Grießbrei, Aufläufen oder Kartoffelpüree verstecken.

Weitere Möglichkeiten, den Calciumbedarf zu decken, bieten calciumreiches Mineralwasser, Beerenfrüchte oder Gemüse, zum Beispiel Fenchel, Porree oder Brokkoli.

Mitarbeiterschulung: Müssen alle Mitarbeiter einer Kindertageseinrichtung in Sachen Ernährung geschult werden?
Es besteht keine Fortbildungspflicht für die Mitarbeiter/innen, wünschenswert wäre aber natürlich, dass alle Mitarbeiter/innen einer Einrichtung "am gleichen Strang ziehen".

Das ist auch möglich, wenn nur eine oder wenige Personen an Fortbildungen teilnehmen und ihr Wissen als "Ernährungsbeauftragte" an die anderen Mitarbeiter/innen weitergeben.

Im Gegensatz dazu sind die Erstbelehrungen und die alle zwei Jahre notwendigen Folgebelehrungen nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtend für alle Mitarbeiter/innen.

Mittagessen: Wie kann das Mittagessen des Caterers aufgewertet bzw. ergänzt werden?

Insbesondere wenn der Caterer Tiefkühlkost liefert, bieten sich Ergänzungen in Form von frisch zubereiteten Salaten bzw. Rohkost an. Zum Nachtisch kann frisches Obst oder eine selbst gemachte Quarkspeise angeboten werden.

Mittagessen: Wie soll man in Kitagruppen mit Kleinkindern als Erzieherin mitessen?
Das gemeinsame Essen in der Kindertageseinrichtung ist eine pädagogische Aufgabe, die wichtige Verhaltens- und Kommunikationsregeln sowie Esskultur vermittelt.

Der bei den Kleinkindern erhöhte Unterstützungsbedarf erfordert eine intensive Betreuung der Mahlzeiten durch das pädagogische Personal, wodurch die Teilnahme am Mittagessen für die Erzieher/-innen erschwert wird.

Wünschenswert wäre jedoch, dass das pädagogische Personal einen Teller mit Kostproben nimmt und zumindest in geringem Umfang an der Mahlzeit teilnimmt. So können Sie die Begleitung der Mahlzeit erweitern und die Kleinkinder gleichzeitig bei der Ausprägung der Fähigkeiten für die Mahlzeitenaufnahme unterstützen. Dabei sollten sie sich stets ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und ihre eigenen Vorlieben und Abneigungen nicht auf die Kinder übertragen.

Müsliriegel: Sind Müsliriegel eine gesunde Zwischenmahlzeit?
In der Regel enthalten "Müsliriegel" genau so viel Zucker und auch Fett wie ein herkömmlicher Schokoriegel.

Auch wenn sie gesund aussehen und ein paar wertvolle Zutaten wie Haferflocken o.ä. enthalten, zählen sie trotzdem zu den Süßigkeiten und stellen somit keine gesunde Zwischenmahlzeit dar.

Muttermilch: Ist Muttermilch belastet? Wie lauten die aktuellen Empfehlungen?

Die Belastung der Muttermilch mit Umweltgiften (Dioxinen) sinkt kontinuierlich. Mit Blick auf die gesundheitlichen Vorteile des Stillens und den begrenzten Zeitraum, den ein Säugling gestillt wird, empfehlen die Weltgesundheitsorganisation und die Nationale Stillkommission beim Bundesinstitut für Risikobewertung Müttern ihre Kinder zu stillen.

Nuss-Nugat-Creme: Nuss-Nougat-Creme als Brotaufstrich - zum Frühstück ok?
Nuss-Nougat-Creme enthält reichlich Fett und Zucker und bietet nicht gerade einen optimalen Start in den Tag.

Hin und wieder ist sicherlich mal ein Brot mit Nuss-Nougat-Creme erlaubt. Doch sollte das Frühstück dann keine weiteren fetthaltigen Brotbeläge beinhalten, sondern mit Obst und Rohkost ergänzt werden.

Obst und Gemüse: Muss für die Kinder Obst und Gemüse geschält werden?
Es ist nicht notwendig Obst und Gemüse wie z.B. Apfel, Birne oder Gurke, die in der Regel mit Schale gegessen werden, zu schälen.

In der Schale sind u.a. Ballaststoffe und auch die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe wie z.B. Farbstoffe der Pflanze enthalten. Gut gewaschen, kann Obst und Gemüse mit Schale angeboten werden.

Sollte das Kind dies ablehnen, empfehlen wir den schrittweisen Umstieg von geschält zu ungeschält z.B. kann man bei einer Gurke nur einzelne Streifen abschälen. Das so entstandene Muster sieht dann auch noch interessant aus.

Obst: Können Birnen mit Schale Kindern unter 3 Jahren gereicht werden?

Hier ist ein individuelles Abwägen je nach Zahnentwicklungsstand des Kindes erforderlich. Grundsätzlich spricht nichts dagegen.

Pizza: Pizza, Pasta und Pommes gehen immer - wie kann man daraus gesunde Mahlzeiten gestalten?
Diese drei Komponenten sind ja nicht grundsätzlich schlecht. Es kommt immer auf die Kombination und Zubereitungsart an.

Eine Pizza belegt mit viel frischem Gemüse und evtl. einem Teig aus Vollkornmehl ist durchaus eine gesunde Mahlzeit. Und auch bei Pastagerichten gibt es unzählige Kombinationen mit Gemüse, Tomaten oder Fisch, die aus Nudeln ein vollwertiges Gericht machen.

Und hin und wieder spricht auch nichts gegen Pommes, wenn diese z.B. mit Salat oder Rohkost kombiniert werden oder fettärmer selbstgemacht aus dem Backofen kommen.

Reis: Ist in Reiswaffeln Arsen enthalten und sollte man sie (Klein)Kindern daher besser nicht geben? Welche Alternativen gibt es?
In Reis, Reiswaffeln und anderen Reisprodukten ist laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung viel Arsen enthalten.

Das anorganische Element gelangt über die Gewinnung anderer Rohstoffe in Böden und Wasser und so auch in den Reis. Arsen gilt als krebserregend und ist daher für empfindlich Personen wie Säuglinge und Kleinkinder problematisch, besonders auch deshalb, weil Reis in vielen Babybreien und Kleinkinderprodukten enthalten ist. Die Höchstmengen, die nun für Säuglings- und Kleinkinderprodukte festgelegt wurden, sind deutlich geringer als die für andere Reisprodukte. Dennoch könnten Kinder, die viel Reiswaffeln, Reisbrei oder Reismilch (auch Bio-Ware) bekommen, übermäßig belastet werden. Ältere Kinder und Erwachsene können ab und an diese Reisprodukte verzehren. Für Säuglinge und Kleinkinder ist davon jedoch eher abzuraten. Als Alternative zum Knabbern bieten sich Mais- oder Hirsewaffeln, Dinkelstangen oder auch (ungesüßter) Zwieback an.

Weitere Informationen finden Sie auch im Beitrag: Acrylamid: Unerwünschter Stoff in Lebensmitteln.

Rohkost: Zu welchem Zeitpunkt des Tages sollen Kleinkinder Rohkost bekommen?

Einen besonders geeigneten Zeitpunkt gibt es nicht. Vor dem Essen bietet sich die Gabe von Rohkost zur Anregung des Speichelflusses an. Rohkost ist auch als Zwischenmahlzeit gut geeignet und kann außerdem zu jeder Mahlzeit gereicht werden.

Schokolade: Steckt in Kinderschokolade viel Milch?
Natürlich sind in einem Lebensmittel, das mit Milch hergestellt wird, auch die wichtigsten Bestandteile der Milch enthalten.

Das reicht aber nicht aus, um Kinderschokolade zu einem wichtigen Milchlieferanten zu machen. In erster Linie liefert Kinderschokolade Fett und Zucker.

Im Vergleich zu einem Viertelliter Milch liefert eine Tafel Kinderschokolade mehr als die vierfache Menge an Kohlenhydraten (hauptsächlich zugesetzter Zucker) und mehr als die vierfache Menge an Fett und dreimal soviele Kalorien.

Kinderschokolade ist eine Süßigkeit wie jede andere Schokolade auch und leistet keinen Beitrag zur Versorgung mit Milchprodukten. Hier will die Werbung uns suggerieren, dass ein Produkt mit der guten und gesunden Milch auch besonders gut für Kinder sein muss. Das ist – wie oben beschrieben – nicht so.

Speisenausgabe: Wenn das Essen und die Ausgabekraft vom Caterer kommen, welche Verantwortung bleibt bei Kita-Leiterin?
Es sind genaue Absprachen zwischen dem Caterer und der Kita-Leitung erforderlich. Dabei sollte genau festgelegt werden, wer für die Temperaturkontrolle, die Reinigung und die Dokumentation verantwortlich ist.

Die Unterlagen müssen zur Dokumentation gegenüber der Lebensmittelüberwachung unbedingt in der Kita verbleiben. Beide Parteien sollten sich als Ansprechpartner verstehen. Der Arbeitgeber der Ausgabekraft ist jedoch eindeutig der Caterer und muss somit deren Schulungspflicht übernehmen.

Speiseplan: Wie sieht ein kindgerechter Speiseplan aus?

Hier finden Sie Informationen zu Mahlzeiten und zum DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder.

Süßigkeiten: Wie viel Süßigkeiten sind erlaubt?
Ein Leben ohne Süßigkeiten können sich Kinder und seien wir ehrlich auch nur die wenigsten Erwachsenen wirklich vorstellen. Und es ist auch nicht notwendig, Süßigkeiten vollständig zu verbieten.

Denn erstens sind Verbote sehr verlockend und zweitens lässt sich ein Verbot gar nicht durchhalten. Wichtig sind ein möglichst maßvoller Umgang und einige Regeln, die Kindern leicht zu vermitteln sind.

Als Maß für die Menge der Süßigkeiten, die an einem Tag gegessen werden dürfen, eignet sich die zur Schale geformte Kinderhand. Was hinein passt, darf über den Tag gegessen werden. Generell sollte nicht permanent zwischendurch genascht werden, sondern eher einmal täglich, um die Belastung für die Zähne möglichst gering zu halten. Überlassen Sie die Auswahl der Süßigkeiten Ihrem Kind, Sie bestimmen nur die Menge. Um das richtige Maß kennen zu lernen, eignet sich auch eine Naschdose, in der die Naschration einer Woche aufbewahrt wird.

Machen Sie Ihrem Kind klar, dass diese erst nach einer Woche wieder aufgefüllt wird, auch wenn die Dose schon nach zwei Tagen leer sein sollte. So wird das Einteilen eine Herausforderung, die die Selbstständigkeit und das vorausschauende Denken und Handeln Ihres Kindes fördert. Außerdem sollten Sie den Ursachen für das Naschen auf den Grund gehen. Überprüfen Sie zunächst ihr eigenes Naschverhalten, denn Sie dürfen nicht vergessen, dass Sie immer auch eine Vorbildfunktion haben und Ihr Kind ahmt ihr Verhalten nach.

Auch zu lange Zeitabstände zwischen den Mahlzeiten können Ursache für Verlangen nach Süßigkeiten sein. Hier können herzhafte Zwischenmahlzeiten, frisches Obst, Nüsse oder Trockenfrüchte Abhilfe schaffen. Süßigkeiten werden auch oft aus Langeweile, Kummer, Trost oder Belohnung gegessen. Diese Verhaltensweisen lassen nicht wenige Erwachsene in späteren Jahren mit Übergewicht kämpfen. Als Alternativen bieten sich gemeinsame Aktivitäten, besondere Spiele oder einfach mal Kuscheln und miteinander reden an.

Süßigkeitenschlacht: Wie lässt sich die Süßigkeitenschlacht beim Kindergeburtstag vermeiden?
Ein Kindergeburtstag soll vor allem eines: viel Spaß machen. Und dazu gehören nicht zwangsläufig auch Süßigkeiten. Natürlich darf ein Geburtstagskuchen nicht fehlen.

Darüber hinaus bietet sich klein geschnittenes Obst als süßer Snack für zwischendurch an. Als Preise für gewonnene Spiele eignen sich auch kleine, nicht essbare Geschenke wie Luftballons, Lesezeichen, Seifenblasen, Perlen usw. Oder der Gewinner darf einfach das nächste Spiel bestimmen.

Sind die Kinder mit den vielen Spielen und anderen Aktivitäten abgelenkt, stellt sich die Frage nach Süßem oft erst gar nicht. Wichtig ist, dass ausreichend Getränke für die kleinen Energiebündel bereit stehen.

Auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, ungesüßte Durstlöscher anzubieten. Schauen Sie doch einfach in unseren Rezepten nach. Hier finden Sie weitere Tipps rund um Kinderfeste.

Traubenzucker: Ist Traubenzucker gesünder als normaler Zucker?
Nein. Von der Wirkung her unterscheidet sich Traubenzucker nicht wesentlich von Kristallzucker.

Demzufolge sind Produkte, die mit Traubenzucker gesüßt wurden, nicht besser zu bewerten als solche, die normalen Haushaltszucker enthalten. Letztendlich ist nur die Menge des zugesetzten Zuckers entscheidend und diese sollte möglichst gering sein. Auch alternative Süßungsmittel wie Traubenfruchtsüße, Apfel- oder Birnendicksaft sind nicht positiver zu bewerten.

Die Eigenschaft von Traubenzucker, schnell ins Blut zu gelangen, kann bei sportlichen Höchstleistungen von Nutzen sein. Für spielende Kinder ist er völlig ungeeignet, da er nur "leere" Kalorien liefert und aufgrund der schnellen Verarbeitung und daraus resultierenden Blutzuckerschwankungen Heißhungerattacken auslösen kann.

Vegetarisch: Kann ich mein Kind auch vegetarisch ernähren?
Eine vegetarische Ernährung, bei der Milch und Milchprodukte, Eier und vielleicht auch Fisch auf dem Speiseplan stehen, ist auch für Kinder geeignet.

Um die Versorgung mit Eisen sicher zu stellen, sollten häufiger eisenreiche Getreidesorten (Roggen, Hirse, Hafer, Grünkern) und die Gemüsearten Spinat, Fenchel, Rosenkohl und Grünkohl angeboten werden.

Dazu sollte stets Vitamin-C-haltiges Obst oder Gemüse gereicht werden, da das Eisen aus dem Getreide dann besser aufgenommen und verwertet werden kann. Auch der Verzehr von Hülsenfrüchten, wie Linsen, Bohnen oder Erbsen, sollte in der vegetarischen Ernährung eine Rolle spielen, da Hülsenfrüchte eine gute Eiweißquelle sind.

Für Kleinkinder, die möglicherweise seltener Getreidegerichte essen, kann ein mäßiger Fleischkonsum von zwei kleinen Portionen die Woche einer einer zu geringen Versorgung mit Eisen entgegen wirken.

Eine vegane Ernährung ist allerdings für Kinder nicht ratsam. Hier fehlen wichtige Lieferanten der Vitamine B12 und B2, von Kalzium und auch Eiweißbausteine, die für eine Entwicklung von Kindern von großer Bedeutung sind. Daher rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung davon eindeutig ab.

Verpflegung Kleinkinder: Kann das zubereitete Essen für ältere Kinder einfach püriert und an die Jüngeren verfüttert werden?
Wird das Essen in der Kita frisch zubereitet, besteht die Möglichkeit, einen Teil für die jüngeren Kinder beiseite zu nehmen, bevor die Speisen gewürzt werden. Dann spricht nichts dagegen.

Wenn die Kinder sich bereits im Übergang zur normalen Kost befinden, reicht es oft auch aus, das Essen mit der Gabel zu zerdrücken.

Kommt das Essen jedoch von einem externen Lieferanten, ist davon abzuraten, dieses für die Kinder im 2. Lebensjahr zu pürieren, da die Speisen in der Regel zu stark gewürzt sind.

Fragen Sie den Caterer nach den Salzmengen in den Rezepturen und bitten evt. um schrittweise Reduzierung der Menge, um das Essen für die Kleinen anzupassen.

Verschlucken, Aspiration: Wer ist verantwortlich, wenn sich ein Kind an einer Gräte verschluckt?

In der Kindertageseinrichtung sollte grundsätzlich Fischfilet verwendet werden, da dieses praktisch grätenfrei ist. Sollte dennoch der Fall eintreten, dass sich ein Kind an einer Gräte verschluckt, trägt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für eine möglicherweise notwendige ärztliche Behandlung.

Vitamintabletten: Brauchen Kinder Vitamintabletten und angereicherte Lebensmittel?
Nein! Gesunde Kinder brauchen keine Vitamintabletten, angereicherte Säfte, Joghurts oder ähnliche Produkte.

Die meisten Kinder sind mit Vitaminen und Mineralstoffen ausreichend versorgt. Mögliche Defizite, z. B. bei Calcium, Eisen- oder Jod können durch eine gezielte Lebensmittel-Auswahl behoben werden.

Zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe erreichen nie die harmonische Zusammensetzung in den Lebensmitteln. Angereichert werden in erster Linie Frühstückscerealien, Milchprodukte und Süßigkeiten. Auch wenn die meisten angereicherten Lebensmittel in Bezug auf einen erhöhten Gehalt an wasserlöslichen Vitaminen, den B-Vitaminen und Vitamin C, unproblematisch sind - ein Zuviel wird in der Regel ausgeschieden - bei den Mineralstoffen und fettlöslichen Vitaminen, wie die Vitamine A und D, sieht das schon anders aus. Verschiedene Mineralstoffe beeinflussen sich gegenseitig in ihrer Wirkung und Verwertung, z.B. vermindert Calcium die Ausnutzung von Eisen.

Vollkornreis: Wo bekommt man ihn, was ist das?
Vollkornreis oder Naturreis bekommt man mittlerweile in fast jedem Supermarkt.

Vollkornreis ist ungeschälter Reis und an seiner etwas dunkleren Färbung zu erkennen. Die in der Schale enthaltenen Mineralstoffe und Ballaststoffe bleiben so erhalten.

Warme Mahlzeit: Müssen Kinder einmal täglich warm essen?
Nach Möglichkeit ja. Denn der Speisezettel wird automatisch abwechslungsreicher, wenn gekocht wird.

Außerdem müssen viele nährstoffreiche Lebensmittel gegart werden, wie Kartoffeln, Reis oder Hülsenfrüchte. Die warme Mahlzeit muss aber nicht unbedingt die Mittagsmahlzeit sein. Sie kann genauso gut auf den Abend verlegt werden, wenn Sie z.B. berufstätig sind oder die Familienmitglieder mittags nicht alle zu Hause sind.

Wurst: Wie oft kann ich meinem Kind Wurst zum Frühstück geben?
Der Verzehr von Wurst und Fleisch sollte auf einander abgestimmt sein, damit insgesamt nicht zu viele z.T. sehr fetthaltige, tierische Lebensmittel gegessen werden.

Die gesamte Menge ist natürlich auch abhängig vom Alter des Kindes. Eine Orientierung zur Anzahl der Portionen über den Tag verteilt gibt die Ernährungspyramide und der DGE-Qualitätsstandard.

Zwischenmahlzeiten: Muss die Nachmittagsmahlzeit richtig satt machen?
Die Zwischenmahlzeit am Nachmittag erfüllt die gleiche Funktion wie das zweite Frühstück. Die Energiespeicher werden wieder aufgefüllt, damit die Kinder auch bis zum Abendessen leistungsfähig und abenteuerlustig sein können.

Idealerweise besteht auch diese Mahlzeit aus einer Kombination aus Vollkornprodukten und Obst bzw. Rohkost. Wurden im Verlauf des Tages wenig Milchprodukte gegessen, sollten diese hier verstärkt eine Rolle spielen. Die Lust auf Süßes kann mit süßem Obst, Rosinen oder anderen Trockenfrüchten und hin und wieder auch mit Gebäck oder Kuchen gestillt werden. Und wie bei jeder Mahlzeit gehört auch ein Getränk dazu.

Die Zusammenstellung und Menge der angebotenen Lebensmittel orientiert sich am Tagesspeiseplan. Gab es ein gehaltvolles Mittagessen, kann die Nachmittagsmahlzeit etwas kleiner ausfallen. Im Gegenzug kann nach einer leichten Mittagsmahlzeit der Nachmittagssnack ruhig ein Sattmacher sein.