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Post-Ärger: 2500 Beschwerden in der Vorweihnachtszeit

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Gerade in der Weihnachtszeit und zum Jahresende häuft sich der Ärger über Brief- und Paketdienstleister.
  • Das Portal "Post-Ärger" der Verbraucherzentralen hat allein im Dezember schon fast 2500 Beschwerden verzeichnet.
  • Auf "Post-Ärger.de" gibt es deshalb neben den Beschwerden und den Antworten der Unternehmen auch viele Tipps für Verbraucher zum richtigen und kostengünstigen Versenden von Briefen, Geldsendungen und Paketen.
Briefe zum Weihnachten
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Geldsendungen, die verloren gehen, Geschenk-Pakete, die nicht ankommen - und wenn, dann vielleicht kaputt, schmutzig oder triefend nass - wichtige Briefe mit Fristsachen, die nicht zugestellt werden: Gerade in der Vorweihnachtszeit und zum Jahresende haben Brief- und Paketdienste Hochkonjunktur - und es häuft sich der Ärger mit diesen Dienstleistern.

Deshalb haben die Verbraucherzentralen die Plattform "Post-Ärger" gestartet. Hier haben Kunden von Brief- und Paketdienstleistern die Möglichkeit, ihrem Ärger Luft zu machen. Dass das notwendig ist, zeigt die Zahl der Beschwerden: Allein im Dezember sind auf diesem Wege bisher schon fast 2500 Beschwerden über verschiedene Unternehmen eingegangen.

Behörde droht mit Erzwingungshaft

Beispielsweise die eines Post-Kunden, der einen Strafbescheid wegen einer Geschwindigkeitsübertretung erhalten sollte. Die Post meldete der Behörde den Strafbescheid als "zugestellt" zurück, in Wahrheit aber ist der Brief nie angekommen. Unschöne Folge: Die Behörde schickte einen teuren Mahnbescheid, drohte mit Erzwingungshaft - und der Post-Kunde fiel aus allen Wolken. Eine Rückverfolgung solcher Sendungen sei nicht möglich, teilte man ihm auf Nachfrage mit und der zuständige Zusteller, angeblich ein Lehrling, sei auch schon in einen anderen Zustellbereich versetzt worden. Bei ihm könne man also auch nicht mehr persönlich nachfragen.

Fälle wie dieser sind es, die Kunden von Paket- und Briefdienstleistern auf die Palme bringen, weil mitunter schwerwiegende Folgen drohen, wenn Briefe nicht ankommen. Die Fälle, in denen Paket-Boten Pakete auf merkwürdige Weise zustellen - beispielsweise warfen Zusteller Pakete durchs Toilettenfenster, auf den Balkon des Nachbarn oder direkt in die Altpapiertonne - nehmen sich da zwar kurios aus, sind für die Kunden aber ebenso ärgerlich.

Verbraucherzentralen mahnen ab

Deshalb fordern die Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Thüringen, die das Portal gemeinsam betreiben, aktuell Briefdienstleister in ausgewählten Fällen, die sie veröffentlichen, zu einer Stellungnahme auf. Die wird dann ebenfalls veröffentlicht - wenn das Unternehmen antwortet. Wenn nicht, wird auch das vermerkt.

Eklatante Verstöße gegen geltendes Recht mahnen die Verbraucherzentralen dabei ab und wenn nötig, erheben sie auch Klage gegen die Unternehmen.

Für Verbraucher bietet Post-Ärger aber auch eine Reihe von Tipps und Hinweisen, wie sich Pakete und Briefsendungen kostengünstig verschicken lassen, wann sich beispielsweise Express-Zustellung lohnt oder wie man die günstige Warensendung nutzen kann. In Sachen digitaler Kommunikation gibt es Tipps zu Online-Formularen, Chats und sicheren E-Mails.