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Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch - keine Gefahr für Menschen

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine schwere Virusinfektion. Es erkranken ausschließlich Wild- und Hausschweine, in der Regel verläuft die Erkrankung tödlich.
  • Für Menschen und andere Haustiere ist die ASP nicht gefährlich.
  • Wie zur Vermeidung des Ausbruchs anderer Tierseuchen sollten Lebensmittelabfälle, besonders von Fleisch und Wurstwaren, nicht offen, sondern nur in geschlossenen Behältern entsorgt werden.
Zwei Schweine stehen in einem Stall.
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Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat inzwischen die Europäische Union erreicht. In Deutschland ist die Tierseuche derzeit (Stand: Januar 2018) zwar noch nicht aufgetreten - mit einem Ausbruch ist aber auch hier zu rechnen. Experten befürchten, dass die ASP von Wildschweinen auf die Hausschweinbestände übertragen werden könnte und es dadurch zu erheblichen (wirtschaftlichen) Schäden kommt.

Für Menschen und andere Haustiere als Schweine ist die Afrikanische Schweinepest gesundheitlich nicht gefährlich. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu der Tierseuche.

Seit 2007 verbreitet sich die Schweinepest von Russland aus

Seit einigen Wochen wird in Deutschland verstärkt über den Ausbruch der Tierseuche ASP berichtet. Ausbrüche wurden offiziell 2007 aus Russland gemeldet. Von dort aus verbreitete sich die ASP nicht nur nordwestlich, sondern auch in südliche Richtung und erreichte den Iran sowie 2013 die Ukraine und Weißrussland. Inzwischen (Ende 2017) hat die ASP das Baltikum, Tschechien, Rumänien und Polen (und damit die Europäische Union) erreicht.

Was ist die ASP?

Die ASP ist eine Viruserkrankung, von der Haus- und Wildschweine betroffen sind. Zu den Hausschweinen gehören auch Minischweine, die in einigen Privathaushalten gehalten werden. Nach einer Inkubationszeit von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen bekommen die Tiere hohes Fieber, Magen-Darm-Beschwerden, verlieren stark an Gewicht. Weitere Symptome sind Husten und Atemnot sowie Hautverfärbungen.

Ist ASP für Menschen gefährlich?

Nein, für Menschen und andere Haustiere ist die ASP ungefährlich.

Wie wird ASP übertragen?

Die ASP wird durch Tierkontakt direkt von Schwein zu Schwein übertragen. Möglich ist auch die indirekte Übertragung über tierische Produkte wie Rohwürste, nicht erhitzte Fleischwaren (z.B. "Mett"), sogar geräuchertes Fleisch und Wurst sowie Speiseabfälle, wenn diese von den (Wild-)Schweinen gefressen werden. Auch über Kot und Schmutz, die bei Tiertransporten entstehen, sowie verunreinigte Geräte kann eine indirekte Übertragung erfolgen.

In Afrika und im Mittelmeerraum ist die Verbreitung über Lederzecken möglich. Dieser Übertragungsweg spielt in Deutschland bzw. in mitteleuropäischen Ländern aber keine Rolle.

Kann man gegen ASP impfen?

Nein, eine Impfung ist derzeit nicht möglich und auch verboten.

Wie wird die ASP bei einem Ausbruch bekämpft?

Die ASP unterliegt der Anzeigepflicht, d.h. entsprechend auffällige oder tote Tiere müssen dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden. Die Bekämpfung ist in der Schweinepestverordnung geregelt. Die Verordnung schreibt unter anderem eine schnelle Labordiagnostik und damit den Nachweis der Erkrankung vor. Ist diese Diagnose gesichert, kann die Behörde die Tötung des betroffenen Bestands anordnen.

Was kann man selbst tun?

  • Da die indirekte Übertragung des Virus auf Wild- und Hausschweine über Fleisch- und Fleischwaren sowie Speiseabfälle möglich ist, sollten keine tierischen Lebensmittel aus dem (betroffenen) Ausland eingeführt werden.
  • Speiseabfälle sollten grundsätzlich nicht offen entsorgt werden, weder im Privathaushalt noch an Raststätten, auf Parkplätzen oder in öffentliche Abfallbehälter. Die Abfälle können von Wildschweinen gefressen und das ASP-Virus auf diesem Weg verbreitet werden. Die Abfälle müssen über geschlossene Behälter entsorgt werden.
  • Speise- und Küchenabfällen dürfen nicht an Haus- und Wildschweine verfüttert werden. Dies ist bereits seit Jahrzehnten verboten.

Weitere Informationen finden Sie beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bzw. beim Friedrich-Loeffler-Institut.