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So stellen Sie Ihre Finanzen auf Jobeinstieg um

Stand:

Nach Studium oder Ausbildung kann die Karriere beginnen und es kommt richtig Geld rein. Welche Versicherung brauchen Sie jetzt? Welche Finanzprodukte sind sinnvoll, welche vielleicht nicht? Ein Überblick.

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Das Wichtigste in Kürze:
  • Wann ist der richtige Zeitpunkt, mit dem Sparen anzufangen: Sofort nach dem Studium, erst wenn die Familie gegründet, das Haus gebaut oder die Welt bereist ist? Die einzig mögliche Antwort ist: sofort!
  • Allein die gesetzliche Rente wird im Alter nicht reichen. Je früher Sie anfangen, desto weniger müssen Sie für Ihren Ruhestand zurücklegen.
  • Auch eine Reihe von Versicherungen kann vor Armut schützen.
  • Am wichtigsten ist eine unabhängige Beratung zu Rente und Versicherungen.

 

 

Das Studium ist vorbei, der erste Monat im Job geschafft und die Gehaltsabrechnung liegt auf dem Tisch. Sie müssen nicht mehr jeden Cent für die Studiparty umdrehen, die Karriere hat gerade begonnen. Aber damit ist auch der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie einige Weichen für Ihre Finanzen stellen sollten.

 

Zeit für langfristige Planung: Was sind Ihre Ziele?

 

Wenn Sie Absolvent oder Berufsanfänger sind, haben auch andere Ideen für Ihr Geld und bieten Ihnen Rundum-sorglos-Pakete und diverse Geldanlagen an. Erster Ansprechpartner für Ihr Geld sind aber nicht Versicherungen, Finanzvermittler oder Banken, sondern Sie selbst. Warum ist das so? Weil nur Sie Ihre Lebensplanung kennen und wissen, welche Ziele Sie in Zukunft mit Ihrem Geld verwirklichen wollen.

Nehmen Sie sich daher einige Stunden Zeit und planen Sie Ihre Finanzen. Lebenssituation, Einkommen, Vermögens- und Schuldensituation sind die Basis. Sind größere Anschaffungen geplant? Wollen Sie in eine größere Wohnung? Leben Sie allein oder mit einem Partner? Möchten Sie eine Familie gründen? Sind Sie ausreichend gegen existenzielle Risiken versichert? Dies sind nur wenige Anregungen, die sich im Rahmen Ihrer Situation erweitern lassen.

Kredite möglichst schnell zurückzahlen

An erster Stelle sollten Sie bedenken, dass Schulden aus Krediten teuer sind. Oberste Priorität sollte daher zum Beispiel auf der Rückzahlung bestehender Studiendarlehen und Bafög-Schulden liegen, für die es ordentliche Rabatte gibt.

Mit Versicherungen hohe Risiken absichern

Bestimmte Ereignisse haben schnell finanziell gravierende Auswirkungen. Eine Privat-Haftpflichtversicherung ist darum quasi Pflicht. Spätestens wenn Personen zu Schaden kommen, werden die Summen hoch. Hier kann die Schadensersatzforderung schnell in die Hundertausende gehen – und darüber hinaus.

Wenn Sie gerade am Beginn der Karriere stehen, hat auch das Thema Berufsunfähigkeit eine zentrale Bedeutung für die finanzielle Planung. Wer für längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, steht oft vor existenziellen Problemen. Das Haus will weiter abbezahlt werden, die Kinder mit der Schule einen Ausflug machen und die Altersvorsorge soll nicht zusätzlich auch noch leiden.

Bei einem Nettoeinkommen von durchschnittlich 2100 EUR im Monat fließen über 40 Berufsjahre schon mehr als eine Million Euro in die Haushaltskasse. Ein Kapital, das Sie dringend absichern sollten. Denn vom Staat gibt es wenig bis nichts. Privat können Sie sich in den meisten Fällen mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung am besten absichern. Für einen Durchblick im Tarifdschungel und einen passenden Tarif sollten Sie sich von unabhängigen Experten beraten lassen.

Wer eine Familie gegründet hat, sollte sie mit einer Risiko-Lebensversicherung für den Fall der Fälle absichern. Sinnvoll ist das meistens für beide Partner. Stirbt einer von ihnen, haben der andere und die Kinder zumindest eine Weile finanzielle Hilfe.

Mit dem ersten Job wird in der Regel auch die Studentenbude geräumt, das alte Billyregal gegen neue Möbel getauscht. Machen ein Wasserschaden oder ein Brand größere Teile unbrauchbar, müssen Sie von heute auf morgen Ersatz beschaffen. Hier kann eine Hausratversicherung helfen. Gute Policen sichern auch den Fahrraddiebstahl ab.

Immer eine ausreichende Reserve auf dem Konto

Falls mal etwas kaputt geht, sollten Sie eine Reserve auf dem Konto haben. Drei bis fünf Monatsnettoeinkommen sind für unvorhergesehene Ausgaben (z.B. Auto oder Waschmaschine kaputt) ein gutes Maß. Ein Tagesgeldkonto ist dafür sehr flexibel und bringt bei einigen Anbietern zumindest noch ein wenig Zinsen.

Geld so früh wie möglich anlegen

Nicht jeder kennt den Effekt von Zins und Zinseszins und weiß, dass es viele Jahre benötigt, um ein stattliches Vermögen aufzubauen. Außerdem können hohe Renditen nur mit hohen Risiken erzielt werden. Daher sollten Sie sich mit den einzelnen Formen der Geldanlage auseinandersetzen, wenn Sie größere Summe ansparen möchten (z.B. für einen späteren Immobilienkauf). Böse Überraschungen etwa bei einbrechenden Börsen können Sie vermeiden oder abfedern, wenn Sie Geld in unterschiedliche Geldanlagen gestreut haben.

Besonders wichtig: Junge Generationen müssen selbst für die Rente vorsorgen. Das Rentenniveau wird sinken. Wer heute ins Berufsleben einsteigt und nur auf die gesetzliche Rente vertraut, dem droht Altersarmut. Fangen Sie im Alter von 25 Jahren an, jeden Monat 200 Euro zu sparen, und tun das 15 Jahre lang bis zum ersten Kind, haben Sie bei einer Rendite von fünf Prozent sehr viel fürs Alter vorgesorgt: Zur Rente mit 67 stehen aus eingezahlten 36.000 Euro auf diese Weise 200.000 Euro zur Verfügung.

Wer stattdessen die Welt bereist, in teure Autos und Hobbies investiert, aber erst ab 40 mit dem Sparen anfängt, steht deutlich schlechter da: Selbst wenn er mit 40 bis zum Alter von 67 Jahren jeden Monat 200 Euro anlegt, werden aus insgesamt 64.800 Euro (also deutlich mehr eingezahlt!) nur circa 135.000 Euro für die Rente.

Für die richtige existenzielle Absicherung und um für sich die besten Möglichkeiten zur Geldanlage und Altersvorsorge zu finden, geht kaum ein Weg an unabhängiger Beratung vorbei. Vertrauen Sie im Dschungel aus Riester, Rürup und betrieblicher Altersvorsorge nicht allein denjenigen, die am Vertragsabschluss verdienen!

Die Verbraucherzentralen beraten zur Geldanlage und Versicherungen

 

Auch oder gerade weil das Thema nicht jedem liegt: Lassen Sie sich von unabhängigen Experten beraten, zum Beispiel bei den Verbraucherzentralen. Es lohnt sich, hierfür die nötige Zeit und etwas Geld zu investieren. Durch gute Beratung, sinnvolle Versicherungen und unabhängige Vergleiche können Sie nicht nur jährlich Geld, sondern sich im Schadensfall auch ein böses Erwachen sparen. Hier finden Sie eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe