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Bundesweite Umfrage: Verärgert über teuren Heizstrom

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Den Anstieg der Strompreise empfinden viele Haushalte mit Nachtspeicherheizungen oder elektrischen Direktheizungen als große Belastung.

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Den Anstieg der Strompreise empfinden viele Haushalte mit Nachtspeicherheizungen oder elektrischen Direktheizungen als große Belastung. Das zeigt eine bundesweite forsa-Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bei mehr als 500 Haushalten.

Über 1,4 Millionen Haushalte in Deutschland heizen mit Strom. Dreiviertel der Befragten nutzen Nachtspeicherheizungen, mehrheitlich als Einzelöfen. Die hohen Strompreise führen in den befragten Haushalten im Schnitt zu Heizkosten von 154 Euro monatlich, allerdings mit einer großen Streuung. Die höchsten ermittelten Heizstromkosten lagen bei mehr als 400 Euro pro Monat.

Kein Wunder, dass über die Hälfte der Haus- und Wohnungseigentümer mit den Heizkosten ihrer Stromheizung unzufrieden ist. Bei Mietern sind es sogar 65 Prozent.

Dabei heizen die meisten Haushalte mit Stromheizung bereits extrem sparsam. 45 Prozent der Hausbesitzer nutzen zusätzlich Holz. Fast die Hälfte der Mieter heizt nur einen Teil der Räume. 14 Prozent begnügen sich sogar in den Wohnräumen mit weniger als 20 Grad.

In Zukunft kommen auf viele Stromheizer noch weitere Kosten zu. Viele Nachtspeicherheizungen werden einen Smart Meter bekommen. Das bedeutet Zusatzkosten von bis zu circa 100 Euro pro Jahr.

Bedenkliche Werbung

Stromheizungen werden oftmals als vermeintlich umweltfreundliche und zukunftsfähige Heizsysteme beworben. Gut 40 Prozent der Stromheizer kennen die Werbeaussage, dass Nachtspeicherheizungen in Zukunft als moderne Speicherheizungen den überschüssigen Strom aus Windkraftanlagen aufnehmen können. Die Hälfte der Befragten findet das auch glaubwürdig: Aus Sicht der Verbraucherzentrale ist das bedenklich, da es bisher kein einziges konkretes Angebot eines Energieversorgers dazu gibt.

Immerhin ein Viertel der Haus- und Wohnungseigentümer mit Nachtspeicherheizungen hätte Interesse an einem Austausch des Heizsystems. Das ist jedoch häufig aufwändig und kostenintensiv – vor allem wenn Heizkörper, Rohrleitungen und Schornstein im Haus fehlen. Verbraucher wünschen sich in erster Linie eine unabhängige Beratung über mögliche Alternativen, gefolgt von einer besseren Förderung bei der Umstellung.