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Viele Spiele-App-Nutzer sorgen sich um ihre Daten

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Eine Mehrheit der Nutzer von Spiele-Apps macht sich Sorgen um den Schutz ihrer Daten. Insbesondere Minderjährige tappen außerdem öfter in Abofallen als Erwachsene. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Marktwächter Digitale Welt.

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Spiele-Apps sind sehr beliebt. Das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz haben 1.051 Nutzer von Smartphones und Tablets zwischen 14 und 65 Jahren befragt. Von ihnen nutzen 72 Prozent Spiele-Apps. Bei den 14- bis 25-Jährigen sind es sogar 91 Prozent, in der Altersgruppe der 56- bis 65-Jährigen dagegen 44 Prozent.

Bei der Erhebung wurden sie gefragt, ob sie sich über die Erfassung, Nutzung und Weitergabe ihrer persönlichen Daten bei der Verwendung von Spiele-Apps Sorgen machen und welche Probleme mit diesen Apps bereits aufgetreten sind.

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Dabei kam heraus: Datenschutzrechtliche Aspekte wie beispielsweise die Erfassung, Verwendung und Weitergabe von persönlichen Daten spielen für sie eine große Rolle. Zwei Drittel von ihnen sind besorgt darum, welche Daten von ihnen bei der Nutzung erfasst werden. 72 Prozent haben Bedenken, für welche Zwecke der Anbieter die persönlichen Daten nutzt. Die mögliche Weitergabe ihrer persönlichen Daten an Dritte beunruhigt mehr als Dreiviertel der Nutzer von Spiele-Apps.

"Datenschutz ist für Verbraucher auch bei Spiele-Apps ein großes Thema. Sie sorgen sich mehrheitlich, welche Daten erfasst, wie sie genutzt und an wen sie weitergegeben werden", sagt Dr. Sebastian Schmidt, Teamleiter Marktwächter Digitale Welt bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. "Was mit ihren Daten geschieht, wenn sie derartige Apps auf ihrem Smartphone oder Tablet-Computer installieren, bleibt für Verbraucher oft ungewiss."

Ältere Verbraucher gaben dabei häufiger an, sich um ihre persönlichen Daten zu sorgen als jüngere. So machen sich beispielsweise 90 Prozent der 56- bis 65-Jährigen Sorgen um die Weitergabe ihrer Daten an Dritte. Unter den 14- bis 25-Jährigen sind es aber immerhin noch zwei Drittel, die sich um diesen Aspekt sorgen.

In Abofallen tappen vor allem Jüngere

41 Prozent der Nutzer von Spiele-Apps geben an, bereits einmal Geld für eine Spiele-App oder für Zusatzinhalte in einer solchen App ausgegeben zu haben. Demgegenüber greift mehr als die Hälfte von ihnen nur auf kostenfreie Spiele zu.

Fünf Prozent haben bereits einmal ungewollt ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen, sind also in eine Abofalle getappt. Hier ist auffällig, dass die minderjährigen Nutzer in der Stichprobe (14 bis 17 Jahre) mit zwölf Prozent mehr als doppelt so häufig angaben, in eine Abofalle getappt zu sein als der Durchschnitt aller Befragten.

"Unsere Erhebung zeigt: Die Nutzung von Spiele-Apps funktioniert häufig nicht reibungslos. Als Marktwächter-Schwerpunkt 'Digitale Güter' werden wir Verbraucherprobleme mit Spiele-Apps weiterhin verstärkt beobachten und bei Missständen gegebenenfalls Anbieter abmahnen", sagt Schmidt.