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5 Tipps für die sichere Schnäppchenjagd an "Black Friday" und Co.

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei riesigen Schnäppchen am "Black Friday" und "Cyber Monday" sollte sich niemand unter Kaufdruck setzen lassen.
  • Preisvergleiche in Suchmaschinen können sich mehr lohnen als die Sonderangebote.
  • Vorsicht beim Shoppen auf Amazon.de: Nur über die Amazon-Kasse einkaufen oder andere sichere Bezahlmöglichkeiten nutzen!
Am Black friday locken viele Händler mit Rabatten.

Lassen Sie sich bei Rabattaktion nicht unter Druck setzen! Oft gibt es die Produkte woanders noch günstiger.

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"Black Friday" am 24. November, "Cyber Monday" am 27. November: Schon zum elften Mal findet die aus den USA herüber geschwappte Schnäppchenjagd auch in deutschen Online-Shops statt. Die Branche verspricht satte Preisrabatte. Versandriese Amazon hat seine "Cyber-Monday-Woche" schon am 20. November gestartet, Händler wie Saturn haben ebenfalls eine ganze "Black Week" ausgerufen. Verbraucher können an diesen Tagen das eine oder andere Schnäppchen machen, doch nicht jeder Rabatt ist so hoch, wie er scheint. Zudem tummeln sich auch schwarze Schafe unter den Anbietern.

5 Tipps, damit der "Black Friday" für Sie nicht zum schwarzen Freitag wird:

1. Passen Sie bei Zahlung per Vorkasse auf

Auf dem Marketplace von Amazon bieten dubiose Händler seit Jahren Produkte zu Traumpreisen an. In der Vergangenheit sind jedoch mehrfach Fake-Angebote aufgefallen, bei denen Amazon-Kunden per Vorkasse bezahlen sollten. Ihre Ware haben sie dann aber nie erhalten.

Gerade an großen Rabatt-Tagen, wenn viele Händler mit Schnäppchen werben, ist die Verwechslungsgefahr mit anderen Fakeshops, auch außerhalb von Amazon, größer. Daher gilt: Zahlen Sie nur über die sichere Amazon-Kasse, per Rechnung oder Lastschrift, lassen Sie sich nicht in einen gefährlichen Vorkasse-Kauf locken.

2. Lassen Sie sich nicht von angeblichen Rabatten blenden

Viele der fantastischen Sparpreise beruhen auf einem Vergleich mit unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller (UVP). Tatsächlich kassiert jedoch kaum ein Händler die als Mondpreise in Verruf gekommenen UVP.

Stichproben der Verbraucherzentrale NRW in den vergangenen Jahren offenbarten: Durchschnittlich lagen die Preisreduzierungen an solchen Rabatttagen statt versprochener 50 Prozent oder mehr in Wirklichkeit oft bei unter 20 Prozent.

3. Vergleichen Sie Preise vor dem Kauf

Auf der Suche nach dem günstigsten Preis empfehlen wir, mindestens zwei Preissuchmaschinen zu nutzen. Denn, so zeigten unsere Tests, es gibt nicht die eine beste Suchmaschine. Erst wenn sich ein "Black Friday"-Angebot mit Suchen in zwei Preissuchmaschinen nicht unterbieten lässt, kann sich der Klick auf den Kaufen-Button lohnen.

4. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

Ablaufende Balken, die angeblich die kleiner werdenden Lagerbestände anzeigen, sind ein beliebtes Marketing-Werkzeug. Doch zumeist lässt sich nicht erkennen, wie viele vorhandene Artikel hinter dem Balken stecken: Es können 10, aber genauso gut auch 1000 sein.

Auch ablaufende Uhren sollen Zeitdruck erzeugen. Reicht die Zeit für eine Überprüfung des scheinbar attraktiven Deals nicht aus, kann in Ausnahmefällen auch mal direkt zugeschlagen werden. Allerdings sollten Sie anschließend den Preis umgehend prüfen. Finden Sie das Produkt günstiger, gibt es bei einigen Händlern die Möglichkeit, den Kauf kostenlos zu stornieren. Schauen Sie am besten vorher, ob das kostenlos möglich ist.

5. Nutzen Sie Ihr Widerrufsrecht

Falls die Stornierung bei einem Händler nicht klappen sollte und das Produkt doch nicht so günstig war, wie gedacht, bleibt der Widerruf. Dieser ist bei einem Onlinekauf in der Regel ohne Angabe von Gründen bis zu 14 Tage nach Lieferung des Produkts gestattet. Allerdings kann es sein, dass dafür Rücksendekosten anfallen. Die jeweiligen Vorgaben eines Händlers sollten Sie vor dem Kauf prüfen.

Tipps des zuständigen Bundesamts

Beim Online-Shopping können Sie generell auf einige Punkte achten, auch um Ihre (Bank-)Daten zu schützen. Das zuständige Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt:

  • Nutzen Sie eine verschlüsselte Datenübertragung beim Einkauf – so sind unter anderem Bankdaten und Co. sicherer vor fremdem Zugriff.
  • Verzichten Sie aufs Online-Shopping in öffentlichen WLAN-Netzen – so schützen Sie ebenfalls persönliche Daten.
  • Löschen Sie nach Einkäufen den Browserverlauf und die Cookies – damit Online-Händler nicht so leicht umfassende Profile über Sie und Ihr Kaufverhalten anlegen können.
  • Hat der Online-Shop ein vernünftiges, fehlerfreies Impressum, AGB-, Widerrufs- und Rückgaberechte sowie Datenschutzbestimmungen? Wenn nicht: Hier lassen sich Fakeshops häufig schon als unseriös erkennen.

Stutzig werden sollten Sie auch, wenn der Shop nur Vorkasse oder Direktüberweisung anbietet, denn bei diesen Bezahlmethoden ist es schwierig, das Geld zurückzubekommen. In solchen Fällen gilt: Besser Finger weg!