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Verbrauch: So lassen sich Wasser und Strom sparen

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Den Hauptanteil am Stromverbrauch verursacht die Erwärmung des Wassers. Daher heißt Energiesparen:

  • Achten Sie beim Kauf einer Waschmaschine auf niedrige Verbrauchswerte, insbesondere bei Billigangeboten! Für den niedrigsten Verbrauch steht die Energieeffizienzklasse A+++. A-Geräte sind nicht mehr auf dem Markt zu finden, so dass nun Geräte der Klasse A+ am meisten Strom verbrauchen.
  • Waschen Sie mit möglichst wenig Wasser bei möglichst geringer Temperatur!
  • Aus Kosten- und Umweltgründen kann eine Maschine mit Warmwasseranschluss sinnvoll sein. Der Anschluss kann sich lohnen, wenn preiswert erwärmtes Wasser zur Verfügung steht, zum Beispiel durch eine Solarthermieanlage oder ein Gas-Brennwertgerät. Aber auch dann sollten nur sehr geringe Mengen Wasser fließen, bis das warme wasser an der Maschine ankommt. Doch nicht alle Modelle sind von den Herstellern für einen Warmwasseranschluss zugelassen.

 

Dass die Wäsche auch mit wenig Wasser sauber wird, zeigen neuentwickelte Waschmaschinen schon seit mehreren Jahren: Engere Laugenbehälter, bessere Ausnutzung des Trommelvolumens und der Waschlauge, Einrichtungen zur Verhinderung von Waschmittelverlusten und Waschverfahren mit besserer Durchflutung der Wäsche führen zu deutlich geringerem Wasser-, Strom- und Waschmittelverbrauch. Meist laufen die Waschprogramme dann jedoch länger, um die niedrigen Waschtemperaturen und die verringerte Bewegung der Wäsche in der Trommel auszugleichen.

Obwohl Strom- und Wasserverbrauch bei den Geräten generell gesunken sind, ist doch die Spannbreite insgesamt nach wie vor groß. Sie reicht von sparsamen Maschinen, die mit 37 Liter Wasser 6 Kilogramm Wäsche sauber bekommen bis zu Strom- und Wasserverschwendern, die bis zu 65 Liter dafür benötigen.

Billiggeräte unter dem Strich oft teurer

Der wirtschaftliche Nutzen durch den Kauf eines energiesparsamen Haushaltsgerätes wird häufig unterschätzt. Oft steht der geringe Preis als Kaufanreiz im Vordergrund, und bei den Angaben zum Verbrauch übersieht man gelegentlich die jeweiligen Werte für den Jahresverbrauch. Bei der Nutzungsdauer eines Gerätes von zehn bis fünfzehn Jahren sind jedoch die Unterschiede in den Verbrauchskosten in der Regel höher als die Differenzen beim Kaufpreis. Mitunter kann sogar ein geschenktes Gerät mit hohem Strom- und Wasserverbrauch im Endeffekt teurer werden als ein gekauftes Sparmodell.

Mit Hilfe einer Excel-Arbeitsmappe (Waschkostenrechner) können Sie sowohl die jährlichen Verbrauchs- als auch die Gesamtkosten (inklusive Anschaffungspreis) für Waschmaschinen ermitteln. Dafür stehen Ihnen in der Excel-Datei zwei Tabellenblätter zur Verfügung. Um zwei Geräte miteinander zu vergleichen, klicken Sie auf die entsprechenden Karteikartenreiter.

Ein Beispiel: Eine ältere, geschenkte Waschmaschine mit 6 Kilogramm Waschvermögen sowie einem Stromverbrauch von 1,33 Kilowattstunde (kWh) und einem Wasserbrauch von 65 Litern führt in 15 Jahren, bei 220 Waschladungen im Jahr, zu Betriebskosten von circa 2.175 Euro (bei 30 Cent je kWh und 4 Euro pro Kubikmeter Wasser). Ein neues, effizientes Gerät dagegen mit einem Stromverbrauch von 0,66 kWh und einem Wasserverbrauch von 50 Litern kostet im gleichen Zeitraum nur 1.313 Euro. Das ist eine Ersparnis von 861 Euro in 15 Jahren (ohne Berücksichtigung von Preissteigerungen).

Sparen beim Waschen: Bei häufiger Benutzung fallen die Verbrauchsunterschiede zwischen den Waschprogrammen besonders ins Gewicht. Je höher aufgeheizt wird, desto höher ist auch der Stromverbrauch.

Waschtemperatur Energieverbrauch
60°C 100 %
30°C 30 %
40°C 50 %
90°C 160 %

Der Stromverbrauch bei 60 Grad entspricht einem Wert von 100 Prozent. 30 Grad-Wäsche bedeutet demnach circa 30 Prozent Energieverbrauch, d.h. etwa zwei Drittel weniger als bei 60 Grad. Bei 40 Grad liegt der Energieverbrauch bei circa 50 Prozent, bei 90 Grad bei ungefähr 160 Prozent, d.h. etwas mehr als 1,5 mal soviel wie bei 60 Grad.

Neue Techniken: Moderne Waschmaschinen mit niedrigem Wasser- und Stromverbrauch nutzen Wasserspartechniken wie Schöpfrippen oder Jet-System und sorgen für intensive Waschmechanik und gleichzeitige Durchfeuchtung der Wäsche. Sparsame Waschmaschinen kommen auch mit weniger Waschmittel aus. Unnötige Waschmittelverluste werden je nach Hersteller durch veränderte Wassereinspülung oder durch ein Kugelventil bzw. eine Klappe im Laugenbehälter mit Bezeichnungen wie etwa "Öko-Schleuse" verhindert.